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Ernst Moritz Arndt

* 26.12.1769 - † 29.01.1860


Ernst Moritz Arndt wurde am 26. Dezember 1769 in Groß Schoritz (bei Garz) auf Rügen als Sohn eines ehemaligen Leibeigenen auf Rügen geboren. Arndt besuchte von 1787 bis 1789 die Gelehrtenschule in Stralsund und studierte von 1791 bis 1794 Theologie-, Geschichte, Erd- und Völkerkunde, Sprachen sowie Naturwissenschaften in Greifswald.

Nach einer Anstellung als Hauslehrer in der Zeit von 1794 bis 1798 unternahm Arndt von 1798 bis 1799 eine Bildungsreise nach Jena, Bayreuth, Österreich, Ungarn, Italien, Frankreich und Belgien. Nach der Promotion und Habilitation 1801 und dem Erwerb der Venia legendi beginnt Arndt als Privatdozent mit einer Lehrtätigkeit an der Universität Greiswald.

Am 23. Februar 1801 heiratet Arndt Charlotte Quistorp in Greifswald. Arndts Frau Charlotte stirbt am 25. Juni 1801 kurz nach der Geburt des Sohnes Karl Moritz am 16. Juni. Da sich Arndts Vater mühsam vom Leibeigenen zum Pächter heraufgearbeitet hatte, galt der Kampf des jungen Ernst Moritz Arndt der persönlichen Freiheit aller. Seine 1803 zu diesem Thema erschienene Schrift trug damals dazu bei, dass drei Jahre später in den damals schwedischen Gebieten Rügen und Vorpommern die Leibeigenschaft aufgehoben wurde. Arndt reist von 1803 bis 1804 nach Schweden und wird 1806 zum Außerordentlichen Professor für Geschichte an der Universität Greifswald ernannt. Doch 1806 ging Arndt zu weit und musste aufgrund seiner antinapoleonischen Flugschrift "Geist der Zeit" nach Stockholm fliehen. 1809 kam Arndt illegal nach Vorpommern und nahm zu den preußischen Patrioten und Reformern in Berlin Kontakt auf. In der Zeit von 1810 bis 1811 wurde Arndt, nachdem er sich wieder in Deutschland aufhalten durfte, wieder als Professor an der Universität Greiswald eingesetzt. In diese Zeit, fällt auch eine Verlobung mit Charlotte Bindemann in Barth/Ostsee.

Als Privatsekretär des Freiherr von Stein im anti-napoleonischen Befreiungskampf, folgte Arndt diesem von 1812 bis 1813 nach Petersburg. In den folgenden Jahren unternahm Arndt zahlreiche Reisen und betätigte sich bis 1816 als Journalist. Ein Jahr später heiratet Arndt Nanna Schleiermacher in Berlin und zog anschließend mit der Familie nach Bonn. Dort wurde Arndt 1818 zum ordentlichen Professor für neuere Geschichte an der neugegründeten Universität Bonn ernannt. Schon Zwei Jahre später wurde Arndt, wegen seiner demokratischer Auffassungen, seines Amtes enthoben und er erhielt Vorlesungsverbot durch die preußischen Behörden. In den nun folgenden Jahren von 1821 und 1822 musste Arndt mehrere Verhöre, durch eine königlich-preußische Spezialkommission gegen "demagogische" Umtriebe, über sich ergehen lassen. 1821 wird Arndts Sohn Ludwig Roderich, 1822 Gottfried Heinrich Leubold und zwei Jahre später sein vierter Sohn Gustav Willibald geboren, seine einzige Tochter Nanna Wilhelmine Dorothea Mathildis wurde 1827 geboren. Sein Lieblingssohn Gustav Willibald ertrank 1838 im Rhein.

1840 wird Arndt, von Friedrich Wilhelm IV., wieder als Professor an der Universität Bonn eingesetzt und wird noch im selben Jahr Rektor der Universität. Als Abgeordneter der Nationalversammlung setzt sich Arndt 1848 für einen deutschen Nationalstaat mit Erbkaisertum unter Führung Preußens ein. Nach der Auflösung des "Paulskirchenparlaments" in Frankfurt am Main übernahm er wieder eine Stelle als Geschichtsprofessor in Bonn und schied 1854 aus dem Universitätsdienst aus.

Ernst Moritz Arndt starb am 29. Januar 1860 in Bonn infolge einer Lungenentzündung.


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