Schrift:

navigationZur Auswahl der vorhandenen Textenavigation

Paul Neal Adair

* 18.06.1915 - † 07.08.2004


Paul Neal Adair wurde am 18. Juni 1915 in Houston, Texas geboren. Seine Eltern, Mary und Charles Adair lebten gemeinsam mit seinen vier Brüdern und drei Schwestern in Houston, wo sein Vater als Schmied arbeitete. Schon als Kind wurde er wegen seines roten Haarschopfs "Der Rote" genannt.

Nachdem er die "Harvard Elementary School" und "Hogg Junior High School" besucht hatte wechselte Adair an die "Reagan High School". Um die Familie finanziell zu unterstützen verließ Adair diese bereits früh und arbeitete in zahlreichen unterschiedlichen Jobs. Mit zehn fängt er wilde Mustangs und verkauft sie für einen Dollar das Stück und als er mit dreizehn Jahren Auto fahren kann, arbeitet er als Lieferant für einen Schwarzbrenner. Bevor er 1936 eine Anstellung bei der Southern Pacific Eisenbahn erhält.

1938 bekommt Adair eine Anstellung bei der "Otis Pressure Control Company" bei der er erstmals "mit Öl in Berührung kommt" und arbeit hier an zahlreichen Ölquellen bis er 1945 zur US Armee eingezogen wird. Adair dient im 139. Bombenräumkommando und wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in den Rank eines Staff Sergeant befördert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte Adair nach Houston zurück und arbeitete hier für Myron Kinley, den Vorreiter in der Brandbekämpfung von Ölquellen. Nach 14 Jahren beendet er seine Tätigkeit bei der M. M. Kinley Company.

Adair gründet 1959 die Red Adair Company, Inc. die sich auf das Löschen von brennenden Ölquellen mittels Sprengung spezialisiert. Im Laufe der Jahre entwickelte Adair die Technik, solche Brände mit Hilfe von schwerem technischem Gerät, Wasser und Sprengstoff zu löschen, immer weiter, Er wurde mit seiner Firma im In- und Ausland zur Brandbekämpfung von Ölquellen gerufen.

Weltweites Aufsehen erregt Adair 1962 mit einem Einsatz in der algerischen Sahara, wo eine Gasquelle explodiert ist und brüllend und fauchend bis zu 250 Meter hoch in den Himmel schießt. "Devils Cigarette Lighter", das "Feuerzeug des Teufels" wird sie respektvoll genannt. Mehrere Monate bereiten Adair und seine Männer die Löschaktion vor. Dann manövrieren sie eine halbe Tonne Nitroglycerin an die Feuersäule heran. Bei der Zündung wird dem Feuer für einen kurzen Augenblick der Sauerstoff entzogen. So schaffen sie es, den Brand zu löschen. Doch damit ist die Situation noch gefährlicher geworden. Der kleinste Funke kann das ausströmende Gas wieder entzünden. Adair und seine Männer arbeiten direkt an der Auslassöffnung der Bohrung. Sie müssen ein Abschlussventil aufsetzen, um das ausströmende Gas zu bändigen. Erst nach sechs Monaten harter Arbeit gelingt es ihnen. Das "Feuerzeug des Teufels" ist besiegt.

Adair ist führend in der Entwicklung der Off-Shore-Löschtechnik, und entwickelte spezielle Sprengbehälter die in die brennenden Ölquellen eingespült werden. Zudem war Adair an der Entwicklung der Bohrinseln "Red-I" der Phillips Petroleum Company sowie der "Tharos" von der Occidental Petroleum's beteiligt, die beide in der Nordsee arbeiten, beteiligt. Darüber hinaus ist Adair an der Entwicklung zweier Mehrzwecklöschfahrzeuge sowie einem Schnelllöschfahrzeug für die Feuerwehr beteiligt.

1972, entschied Adair, seine bis dahin entwickelten Ausrüstungen und seine jahrelangen Erfahrungen in der Brandbekämpfung in eine neue Firma einzubringen und gründete die Red Adair Service und Marine Company, Inc., deren Aufgabe es war spezielle Löschtechnik zu entwickeln, zu verkaufen und zu vermieten. Seine Löschgeräte wurden häufig als der "Rolls Royce" der Löschgerätetechnik bezeichnet. Adair selbst war überzeugt, dass seine Ausrüstung nicht die beste aber die zuverlässigste sei.

Internationale Anerkennung erlangte er durch die Löschung der 117 brennenden Ölquellen in Kuwait nach dem Ende des Golfkrieges 1991. Zu den mehr als 2000 Bränden, die er während seiner Karriere löschte, zählt auch die an der Bucht von Marchand, Louisiana 1970 sowie im April 1977 in der Nordsee und die im Juni 1979 am Golf von Mexiko. Nicht zu vergessen der Brand der Ölplattform Piper Alpha der Occidental Petroleum's in der Nordsee, 120 Meilen nordöstlich von Aberdeen, die in der Nacht vom 6. Juli 1988 Feuer fing, wobei 167 Menschen der 229-köpfigen Besatzung getötet wurden.

1968 wurde sein Abenteurerleben mit John Wayne in der Hauptrolle als Hellfighters verfilmt. Zwecks medientauglicher Selbstinszenierung trug er als sein Markenzeichen bei Einsätzen immer einen feuerroten Schutzanzug, bei privaten Auftritten in der Öffentlichkeit meist eine rote Krawatte.

1993 verkaufte Paul Neal Adair die 1959 gegründete Red Adair Co. Inc. und setzte sich 1994 zur Ruhe.

Paul Neal Adair starb am 07. August 2004 im Alter von 89 Jahren in seiner Heimatstadt eines natürlichen Todes ohne Krankheitseinwirkung, wie seine Angehörigen mitteilten.


Weblinks

Paul Neal Adair bei Wikipedia.


Zitate von Paul Neal Adair


Die Aphorismen dieses Autoren dürfen auf Grund der Beschränkungen durch das Urheberrechtsgesetz erst nach dem 07.08.2074 veröffentlicht werden!


navigationZurück zum Seitenanfang navigation