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Ernst Bloch

* 08.07.1885 - † 04.08.1977


Ernst Bloch wurde am 8. Juli 1885 im damals bayrischen Ludwigshafen am Rhein in einem jüdischen Elternhaus geboren und besuchte dort die Grundschule und das Gymnasium. Bloch studierte in München und Würzburg neben Philosophie auch Musik und Physik und verkehrte in den Jahren nach seiner Promotion im Kreis um Max Weber in Heidelberg. Bloch war mit Georg Lukacs befreundet, schrieb unter anderem für die Weltbühne und die Frankfurter Zeitung und pflegte regen Austausch mit Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Siegfried Kracauer, Otto Klemperer und anderen.

1917 emigrierte er in die Schweiz und schrieb dort politische Artikel gegen den Krieg. Seine wichtigen Themen waren das "Noch nicht Bewusste" und das "Noch nicht Gewordene". In seinem ersten größeren Werk, "Vom Geist der Utopie" (1918), klingt schon das Grundmotiv seines Denkens an. 1933 emigrierte Bloch in die Tschechoslowakei, später in die USA.

Dort entstand sein dreibändiges Hauptwerk, "Das Prinzip Hoffnung" (1954-59). "Hoffnung", wie sie in jeder Philosophie und Kultur, insbesondere in der jüdisch-christlichen Heilserwartung ihren Ausdruck findet, ist für Bloch eine Grunderfahrung menschlichen Daseins, und in der Sehnsucht nach einem besseren Leben erkennt er auch die grundlegende Antriebskraft des Marxismus.

1949 folgte Bloch einem Ruf an die Universität Leipzig. Er kam jedoch bald in Konflikt mit dem DDR-Regime, da er einen humanen und unbürokratischen Sozialismus forderte. Nach dem Mauerbau 1961 verließ er die DDR und wurde Gastprofessor in Tübingen. Die Studentenbewegung sah in ihm ein Vorbild.

1967 erhielt Ernst Bloch in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Mehrfach wurde ihm im In- und Ausland die Ehrendoktorwürde verliehen. Seit 1970 ist er Ehrenbürger der Stadt Ludwigshafen.

Ernst Bloch starb am 4. August 1977 in Tübingen, kurz nach dem Abschluss der 16bändigen Gesamtausgabe seiner Schriften.


Zitate von Ernst Bloch


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