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Sir Francis Bacon

* 22.01.1561 - † 09.04.1626


Sir Francis Bacon wurde am 22. Januar 1561 in London als Sohn des Großsiegelbewahrers der Königin Elisabeths I. geboren. Seine Schulbildung erhielt er am Trinity College, der Universität von Cambridge.Bacon wurde Advokat, und 1584 kam er im Alter von 23 Jahren ins Parlament, wo der Earl of Essex, ein Vertrauter der Königin, sein Freund wurde. Trotz dieser Freundschaft verscherzte er es sich mit der Gunst der Königin als er 1593 gegen die Steuerforderungen der Königin opponierte. Um seine Karriere zu retten, leitete er die Untersuchungen gegen seinen Gönner Essex und war für dessen Hinrichtung wegen Hochverrats maßgeblich verantwortlich.

Bacon schlug der Königin einen Entwurf zum Zusammenschluss von England und Schottland vor und empfahl ihr ein Gesetz zum Umgang mit der römisch-katholischen Kirche. Für diese Dinge wurde er am 23. Juli 1603 von einem Bevollmächtigten der Vereinigung von Schottland und England zum Ritter geschlagen und erhielt daraufhin ab 1604 eine Pension.

Sein Werk „Advancement of Learning” wurde publiziert und 1605 dem König präsentiert. 1607 wurde Bacon von König James I. zum obersten Kronanwalt ernannt.

In der letzten Sitzung des ersten Senats unter James I. kam es im Februar 1611 von Seiten des Unterhauses zu erheblicher Kritik an der Krone und somit zu großen Differenzen zwischen beiden Seiten. Trotz seines Misstrauens an James’ Chefminister Robert Cecil, I. Earl of Salisbury, nahm Bacon in diesem Konflikt die Rolle eines Vermittlers ein.

Nach Salisbury’s Tod 1612 gewann Bacon die königliche Aufmerksamkeit, schrieb Dokumente an die Staatskunst, insbesondere über die Verbindungen zwischen Krone und Unterhaus.

1613 wurde Bacon zum Generalstaatsanwalt, 1616 zum geheimen Ratsmitglied und 1617 zum Lordsiegelbewahrer ernannt. Ein Jahr später bekam er das Amt des obersten Richters durch die Fürsprache Lord Buckinghams und wurde ebenfalls zum Baron ernannt.

1620 wurde sein Werk „Novum Organum“ publiziert.

Wegen schwerer Korruption wurde er vom Parlament gestürzt und somit war 1621, nach einer kurzen Haftzeit, seine beispiellose Karriere beendet. Obwohl ihn der König im September 1621 begnadigte, verlor er alle öffentlichen ämter und wurde vom Hofe verbannt.

Danach kehrte Bacon zur Familie nach Gorhambury zurück und widmete sich nun der Philosophie, aber eine von ihm geplante Enzyklopädie konnte er nicht fertigstellen. Große Maßstäbe setzte er nun in die Literatur. Er schuf den Essays und begründete damit eine neue Form der literarischen Kurzprosa. Sein wichtigstes Vermächtnis ist jedoch die Verankerung des Empirismus in der Wissenschaft.

Im März 1622 reichte er wiederholt eine Auswahl von Gesetzen an James I. und seinen Nachfolger Charles I. ein, ohne das diese Anklang fanden.

Sir Francis Bacon starb am 9. April 1626 in London.


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