Schrift:

navigationZur Auswahl der vorhandenen Textenavigation

Jacques Brel

* 08.04.1929 - † 09.10.1978


Jacques Brel wurde am 8. April 1929 in Schaarbeek bei Brüssel geboren. Brel absolvierte in Saint-Louis ein Studium und in Limburg seinen Wehrdienst. Er war verheiratet, hatte Kinder und um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen arbeitete er in einer Fabrik. Schon früh brachte er seine Gedichte zu Papier.

Brel fühlte sich aber in seinem Leben eingesperrt. 1953 nahm er sich ein Herz und nahm auf einer alten Schellackplatte mit 78 Umdrehungen zwei Lieder auf. Dies waren "La foir" und "Il y a"

Nach einer Session in den BRT-Studios in Limburg fuhr er nach Paris, wo er in Cabarets und Musiksälen auftrat. In Paris nahm er weitere Platten auf, die allerdings weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit blieben. Nebenbei schrieb er auch für andere Interpreten, zum Beispiel für Frank Sinatra und David Bowie.

1957 nahm Brel sein bekanntestes Lied "Quand on a que l'amour" auf.

Brel arbeitete hervorragend, insbesondere mit dem Textaufbau und Wortspielen und es war sehr beeindruckend ihn live zu erleben. Er gab seinen Liedern eine neue Dimension, seine Gesten. Er hatte Lieder geschrieben, die einen hohen intellektuellen Anspruch hatten und zugleich sehr gefühlvoll waren. Seine Tochter, France Brel, sagte einmal, "Die Franzosen haben eine intellektuelle Beziehung zu meinem Vater aufgebaut, sie analysieren ihn. Aber die Belgier fühlen ihn."

Brel verleugnete niemals seine belgischen Wurzeln. Etliche Lieder schrieb er gleichzeitig in französisch und niederländisch. Unter anderem: "Mijn vlakke land - Le plat pays" und "De Burgerij - Les bourgeois".

Brel wurde einmal sehr einfach verglichen, und dieser Vergleich gab einen Eindruck der Kraft, die Brel ausstrahlte wieder: "poetisch wie Bob Dylan, nach innen gerichtet wie John Lennon und männlich wie Bruce Springsteen".

1967 nach dem Musical "L'homme de la mancha" sagte er der Bühne ade und widmete die meiste Zeit dem Kino. Der Grund dafür war, dass er sich wie ein kleiner dressierter Affe fühlte, der jeden Abend seine gleichen Tricks und seine gleichen Lieder auspackte.

1973 hatte er genug vom Film und "ging in Rente" auf den Inseln "Marquises". Nach einigen Jahren Ruhe nahm er 1977 ein neues Album auf, das schon am ersten Tag 650.000 mal verkauft wurde und insgesamt wurden mehr als 2 Millionen Exemplare verkauft. Dieses Album war seine letzte Arbeit.

Weitere Werke von Brel waren "Marieke" (1964), "Les Moribonds" (Seasons in the Sun), "La Colombe," "Jackie," und "Amsterdam."

1974 wurde er in Brüssel an der Lunge operiert wobei man ihm einen Lungenflügel entfernt und seitdem sang er mit einer Lunge weiter.

Jacques Brel starb am 9. Oktober 1978 an Lungenkrebs und wurde auf Tahiti eingeäschert.


Zitate von Jacques Brel


Die Aphorismen dieses Autoren dürfen auf Grund der Beschränkungen durch das Urheberrechtsgesetz erst nach dem 09.10.2048 veröffentlicht werden!


navigationZurück zum Seitenanfang navigation