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André Brie

* 13.03.1950


André Brie wurde am 13. März 1950, als Sohn des DDR-Diplomaten Horst Brie, in Schwerin geboren. Brie wuchs durch die beruflich bedingten Umzüge der Familie unter anderem in China und Nordkorea auf.

Nach dem Abitur 1968 in Berlin diente Brie drei Jahre bei der NVA in Brandenburg an der Havel als Techniker im Hubschraubergeschwader 31. Anschließend begann er 1971 ein Studium der Außenpolitik am Institut für Internationale Beziehungen der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR in Potsdam-Babelsberg, welches er 1976 als Diplom-Politikwissenschaftler beendete. Bereits 1969 trat Brie in die SED ein.

In den Jahren von 1976 bis 1989 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale Beziehungen tätig. 1979 erfolgte dort seine Promotion (Dissertation A) zum Dr. rer. pol. 1981 erhielt er das UNO-Abrüstungsstipendium und vollendete 1986 seine Habilitation (Dissertation B). Anschließend war er gleichenorts Dozent und Lehrstuhlleiter für Fragen der europäischen Sicherheit und Abrüstung. Von 1989 bis 1990 war Brie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für interdisziplinäre Zivilisationsforschung an der Humboldt-Universität Berlin.

Brie war 1985 und 1986 Wissenschaftlicher Berater der DDR-Delegation in der Genfer Abrüstungskonferenz und von 1986 bis 1991 Mitglied der Pugwash-Arbeitsgruppen für Kernwaffen in Europa und für konventionelle Waffen in Europa.

Von 1990 bis 1999 war er Wahlkampfleiter der PDS. Daneben war er von 1990 bis 1992 stellvertretender PDS-Bundesvorsitzender und von 1991 bis 1992 Landesvorsitzender der PDS in Berlin. Von beiden Ämtern trat er nach dem Bekanntwerden seiner Tätigkeit als inoffizieller Mitarbeiter für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR zurück.

Brie gehörte von 1993 bis 1999 erneut dem PDS-Bundesvorstand an und leitete von 1991 bis 1997 die Grundsatzkommission der PDS. Von 2003 bis 2005 war Brie Mitglied des PDS-Landesvorstandes in Mecklenburg-Vorpommern. 2004 war er Wahlkampfleiter PDS für die Wahl zum Europaparlament.

Von 1999 bis 2009 war Brie Mitglied des Europäischen Parlaments. Bei der Aufstellung der Bundesliste der Partei Die Linke zur Europawahl am 7. Juni 2009 scheiterte Brie in einer Stichwahl um den aussichtsreichen Platz 12 gegen Sascha Wagener vom Jugendverband.

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September 2011 erhielt er über die Landesliste ein Mandat.

Er ist verheiratet mit der ehemaligen sächsischen Landtagsabgeordneten Ingrid Mattern (Die Linke), mit der er eine Tochter hat. Weiterhin hat er zwei erwachsene Töchter aus erster Ehe.

Brie ist Mitglied der IG Metall, Gründungsmitglied der Bundesstiftung Rosa Luxemburg und der Kindervereinigung. Autor von wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Schriften zur Außen- und Sicherheitspolitik, Kabarett-Texten, Aphorismen und Satire.

Veröffentlichungen:

  • Der Weisheit letzter Schuss (Mitautor) (1980)
  • Die Wahrheit lügt in der Mitte (1982)
  • Am Anfang war das letzte Wort (1985)
  • Nur die nackte Wahrheit geht mit keiner Mode (1999)


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