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Paul Claudel

* 06.08.1868 - † 23.02.1955


Paul Louis Charles Marie Claudel wurde am 6. August 1868, als drittes Kind von Louis-Prosper Claudel und dessen Frau Louise-Athenaise, geb. Cerveraux, in Villeneuve-sur-Fère geboren. Paul Claudel erhielt von seinem Vater eine streng humanistische Bildung und beschäftigte sich schon früh mit der Literatur von Mallarmé, Virgil, Dante und Shakespeare.

Während des Weihnachtsgottesdienstes des Jahres 1886, in der Kirche "Notre Dame" in Paris, erfuhr Paul Claudel ein Bekehrungserlebnis, dass ihn zum katholischen Glauben zurückführte. Claudel sah in Gott, den Architekten der Welt, mit dem man alles teilt, außer und entscheidend, das Bewusstsein.

Nach seinem Jura- und Politikstudium in Paris, trat Claudel 1898 in den diplomatischen Dienst ein, der ihn rund um die Welt führte. In den Jahren von 1898 bis 1934 reiste Paul Claudel als Diplomat unter anderem nach Amerika, China, Italien und Rio de Janeiro sowie später als Botschafter nach Tokio.

Im Jahre 1900 betrat Paul Claudel als Laienbruder des Benediktiner Ordens die Abtei von Ligugé. In diesen Jahren hatte Paul Claudel ein vierjähriges Verhältnis zu einer verheirateten polnischen Frau, diese Periode der verbotenen Liebe wurde zu einem bestimmenden Element in seinen Arbeiten.

1906 heiratete Paul Claudel Sainte-Marie Perrin. Am 3.März 1913 starb sein Vater Louis-Prosper Claudel. Seit 1927 war Paul Claudel französischer Botschafter in Washington und ab 1933 schließlich Botschafter in Brüssel.

1935 zog sich Claudel zu seinem Château in Brangues zurück und während dieser Zeit erklärt er sich zum Gegner Hitlers, er schrieb 1940 eine triumphale Ode und andererseits 1944 De Gaulle Pétain. 1947 wurde Claudel zum Mitglied der Académie Française gewählt. Am 1. Mai 1950 wurde er vom Papst in einer beispiellosen öffentlichen Zeremonie geehrt.

Claudel stand als Dichter zunächst unter dem Einfluss der Symbolisten und Rimbauds, ist später jedoch keiner literarischen Gruppe zuzurechnen.

Zu seinen bekanntesten Werken, zählen seine zahlreichen Dramen wie "Der Tausch", (1894) und "Der seidene Schuh", (1929) sowie die 1913 erschienene Autobiographie "Meine Bekehrung". Die "Fünf großen Oden" (1910) sind ein hymnisches Glaubensbekenntnis des Dichters.

Paul Claudel starb am 23. Februar 1955 in Paris.


Zitate von Paul Claudel


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