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Pedro Calderón de la Barca

* 17.01.1600 - † 25.05.1681


Pedro Calderón de la Barca wurde am 17. Januar 1600 in Madrid geboren. Calderón de la Barca sollte Priester werden und besuchte das Jesuiten College in Madrid und die University von Salamanca.

Calderón de la Barca wandte sich jedoch schon während des Studiums der Literatur und Schriftstellerei zu. 1623 konkurrierte er erfolgreich an einem Dichterwettstreit, der zu Ehren St. Isidore, dem Schutzpatron von Madrid gehalten wurde. Im darauf folgendem Jahr schrieb Calderón de la Barca sein erstes Stück, "Liebe, Ehre und Macht".

Calderón de la Barca, der ein unstetes, manchmal fragwürdiges Leben führte genoss dennoch bei seinen Zeitgenossen, wie etwa Félix Lope de Vega, hohe Anerkennung. Nach dessen Tod 1635 wuchs sein Ansehen als Schriftsteller und im gleichen Jahr erschien sein Werk "Das große Welttheater".

1636 beauftragte ihn König Phillip IV. eine Reihe von Dramen für das königliche Theater zu schreiben und im darauf folgendem Jahr wurde er zum Ritter des Santiago-Ordens ernannt. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Werke, unter anderem die Dramen "Der standhafte Prinz" (1636), "Das Leben ist Traum" (1636), "Der wundertätige Magus" (1637, gedruckt 1663), "Der Richter von Zalamea" (1642, gedruckt 1651), "Das Schisma von England" (1672) sowie die Komödie "Dame Kobold" (1636). Das 1636 von seinem Bruder José redigierte philosophische Drama "Das Leben ein Traum", zählt zu den Meisterwerken von Calderón de la Barca.

1640 nahm Calderón de la Barca als Offizier an den Kämpfen gegen Franzosen und Katalanen teil und erwarb sich durch seine militärischen Leistungen das Wohlwollen König Phillips IV.

Ernüchtert durch seine Kriegserfahrungen, ließ er sich 1651 zum Priester weihen und wurde 1653 Domherr der Kathedrale von Toledo. 1666 wurde Calderón de la Barca von König Phillips IV. zum Ehrenkaplan des Königs ernannt.

Calderón de la Barca widmete sich jedoch weiterhin der Schriftstellerei und die circa 120 Comedias (weltlichen) und 80 Autos sacramentales (geistlichen Dramen) sowie 20 kleinere Werke, sind gekennzeichnet durch eine geschickte Verknüpfung der Handlungen und Intrigen, einer lebendigen Charakterisierung vor allem der weiblichen Personen und einer hervorragende Ausnutzung bühnentechnischer Möglichkeiten.

Pedro Calderón de la Barca starb am 25. Mai 1681 in Madrid. Seine bereits kurz nach seinem Tod in Vergessenheit geratenen Werke, wurde erst von der deutschen Romantik wieder entdeckt.


Zitate von Pedro Calderón de la Barca

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