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Leonardo Da Vinci

* 15.04.1452 - † 02.05.1519


Leonardo da Vinci wurde am Samstag, dem 15. April 1452 in Anchiano bei Vinci "Lionardo" als unehelicher Sohn des 25jährigen Notars Ser Piero und der 22jährigen Bauernmagd Caterina di Piero geboren. Noch im gleichem Jahr heiratet sein Vater die 16jährige Albiera di Giovanni Amadori und seine Mutter Caterina heiratet 1453 den Töpfereibesitzer Accattabriga ("der Streitsüchtige") (Antonio di Piero del Vacca) und lebt mit ihm im benachbarten S. Pantaleo. Da Vinci kommt zu diesem Zeitpunkt in das Haus seines Großvaters "im Borgo Vinci, im Garten", gegenüber der "Loggia del Commune".

1454 wird Caterina und Accattabriga eine Tochter geboren, die sie Piera nennen. Sie ist das erste von fünf Geschwistern Leonardos mütterlicherseits. Am 15. Juni 1464 stirbt Albiera bei der Geburt ihres ersten, die Geburt ebenfalls nicht überlebenden, Kindes. Ein Jahr später heiratet sein Vater Ser Piero die 15jährige Francesca di Ser Giuliano Lanfredini. 1468 stirbt da Vincis Großvater.

1462 tritt Leonardo in die Werkstatt des Andrea del Verrocchio in Florenz ein und arbeitet dort zusammen bis 1470 mit Pietro Perugino (1450-1523), Sandro Botticelli (1445-1510), Domenico Ghirlandaio (1449-1494) und Lorenzo di Credi (1459-1537). Hier erhielt er das Wissen um die handwerklichen und technischen Möglichkeiten der Zeit. Danach wird da Vinci gemeinsam mit Perugino und Botticelli in die Sankt-Lukas-Gilde in Florenz aufgenommen. Diese Gilde ist in Santa Maria Nuova beheimatet und ihr gehören Ärzte, Apotheker und Künstler an.

In den Jahren von 1472 bis 1475 malt da Vinci den Engel in Verrocchios "Taufe Christi" und die "Verkündigung". Als seine erste eigene Zeichnung erschien, datiert vom 5. August 1473, die "Landschaft von Santa Maria della Neve". Kurz nach seiner Aufnahme in die Malergilde 1472 entstand in Gemeinschaftsarbeit das erste Werk Leonardos der linke kniende Engel in der »Taufe Christi«. 1474 malt da Vinci das "Bildnis eines Kriegers im Profil" und von 1474 bis 1476 malt er das Bildnis der "Ginevra Benci".

1473 stirbt Francesca, die zweite Frau seines Vaters und 2 Jahre später vermählt sich Ser Piero mit der 17jährigen Margherita di Francesco, und noch im gleichen Jahr wird dessen erster Sohn Antonio, Leonardos erster Bruder väterlicherseits, geboren. Ihm folgen zwölf weitere Geschwister.

Am 9. April 1476 wird da Vinci anonym, gemeinsam mit drei anderen jungen Florentinern, der Sodomie (= Homosexualität) an dem 17jährigen Jacopo Saltarelli angeklagt, aber im Juni wird die Anklage wieder fallengelassen. Am 10. Januar 1478 erhält da Vinci seinen ersten Auftrag außerhalb der Werkstatt Verrocchios. Er soll eine Altartafel für die Capella di San Bernado im Palazzo della Signoria (= Palazzo Vecchio) malen und nach Vertragsabschluß erhält da Vinci sogar einen Vorschuss von 22 Gulden, beginnt jedoch nie mit der Arbeit. Am 28. Dezember 1479 zeichnet da Vinci den erhängten Mörder von Giuliano de'Medici, Bernardo Bandini de Baroncelli.

Im Jahre 1480 arbeitet da Vinci für Lorenzo il Magnifico. Er entwirft Waffen, Kriegsmaschinen, Brennspiegel, eine Ölpresse und wirkt an der Neugestaltung des Gartens auf der Piazza San Marco in Florenz mit. Im gleichem Jahr entsteht sein Bild "Alter und junger Mann".

Im März 1481 erhält da Vinci den Auftrag zu seinem Gemälde "Anbetung der Könige" und im gleichem Jahr malt er "Hl. Hieronymus". Des weiteren unternimmt er Studien zu Wasser und Hydraulik und zu einem Flug- und Tauchgerät. Botticelli, Perugino, Piero di Cosimo, Signorelli, Pinturicchio, Cosimo Rosselli und Ghirlandaio, seine ehemaligen Kollegen aus der Werkstatt des Andrea del Verrocchio in Florenz, folgen einem Ruf des Papstes und brechen nach Rom auf.

1482 möchte Lorenzo de' Medici Ludovico Sforza eine von da Vinci gefertigte Leier zum Geschenk machen. Er nutzt die Chance und bietet sich an, das Instrument selbst zu überbringen. Da Vinci verfasst ein Selbstempfehlungsschreiben, in dem er Ludovico Sforza seine Dienste als Festungsingenieur, Waffentechniker, Architekt, Maler und Bildhauer zur Fertigung des Reiterdenkmals für Francesco Sforza anbietet und gemeinsam mit dem Sänger Atalante Migliorotti und dem Mechaniker Zoroaster da Peretola (eigentlich Tommaso di Giovanni Masini) begibt er sich nach Mailand. Dort wird da Vinci am Hof der Sforza als Ingenieur angestellt. Ebenfalls in diesem Jahr zeichnet er Studien zur "Madonna mit der Katze", und von 1483 bis 1490 malt er die "Dame mit dem Hermelin".

1483 heiratet sein Vater Ser Piero die 19jährige Lucrezia di Gugliemo Cortigiani. Am 25. April des Jahres erhält da Vinci gemeinsam mit den Brüdern da Predis den Auftrag für ein Altarbild für die Confraternita della Concezione in San Francesco Grande in Mailand ("Felsgrottenmadonna") und genau 2 Jahre später, am 23. April 1485, erhält er den Auftrag für eine "Geburt Christi" für den König von Ungarn, Matthias Corvinus.

Ebenfalls 1485 macht da Vinci Studien zu Flechtwerken, Wurfmaschinen, Armbrüsten, Granatwerfer mit Explosivgeschossen, Flugmaschinen und einem Fallschirm. Im Juli 1487 findet ein Wettbewerb für den tiburio des Mailänder Doms statt und da Vinci zeichnet dafür Entwürfe und fertigt ein kleines Holzmodell für die Domkuppel an.

Am 7. Oktober 1488 stirbt Verrocchio, sein ehemaliger Werkstattmeister. Wenig später am 2. April 1489 veröffentlicht da Vinci "Libro titolato de figura umana" (Von der menschlichen Gestalt) und beginnt mit architektonischen Studien. Anlässlich der Verehelichung des Herzogs Giovan Galeazzo Sforza (Neffe von Ludovico il Moro) mit Isabella von Aragon am 13. Januar 1490 richtet da Vinci das Paradiesfest (= "Ball der 7 Planeten") aus.

Im gleichem Jahr beginnt da Vinci mit der Abhandlung über die Landschaft sowie hydraulischen Untersuchungen (Brunnenstudien nach Heron, Studien zu Wasser, Hydraulik und Kanalisation in der Lombardei), gründet die "Accademia Leonardo da Vinci" und malt den "Musiker". Im Juni 1490 befindet sich da Vinci zusammen mit Francesco di Giorgio Martini (1439-1501) in Pavia wegen des Projekts für den Bau einer neuen Kathedrale. Am 22. Juli 1490 nimmt da Vinci Salai (Gian Giacomo Caprotti da Oreno, geb. 1480) bei sich auf. Kurz darauf, am 11. September 1490, erfolgt die Grundsteinlegung für den "tiburio".

Am 26. Januar 1491 bereitet da Vinci auf Wunsch von Galeazzo di Sanseverino ein festliches Turnier für die Hochzeit des Ludovico il Moro mit Beatrice d'Este vor. 1492 macht da Vinci Notizen zu Reisen nach Como, Valtellina, Valsassina, Bellagio und Ivrea (im Codex Atlanticus). Im gleichem Jahr diskutiert er mit Giuliano da Sangallo Probleme von Gussverfahren.

Am 1. Januar 1493 beginnt da Vinci mit dem Codex Madrid I.. Ebenfalls 1493 zeichnet er anatomische Studien, entwirft hydraulische Vorrichtungen für ein Perpetuum mobile und Studien für die Flügel von Flugmaschinen. Mitte Juli 1493 zieht eine Caterina zu da Vinci nach Mailand und lebte bis zu ihrem Tod 1495 bei ihm. Hier wird angenommen, dass dies seine Mutter war.

Im November 1493 wird als Höhepunkt der Feierlichkeiten zur Verlobung von Bianca Maria Sforza mit Kaiser Maximilian wird das Tonmodell des Cavallo von Leonardo (Reiterdenkmal für den Condottiere im Kampf gegen Venedig, Francesco Sforza) im Hof des Mailänder Kastells enthüllt. Am 20. Dezember 1493 entscheidet sich da Vinci "das Pferd ohne Schwanz liegend zu gießen" (Codex Madrid II). Doch dann schickt Il Moro die bereits vorbereitete Bronze an Ercole d'Este, um daraus Kanonen machen zu lassen.

Ein Jahr später beschäftigt sich da Vinci mit Studien zu Charakteren, Leidenschaften und Grotesken. 1495 beginnt da Vinci im Refektorium des Klosters Santa Maria delle Grazie mit dem "Abendmahl". Auf der gegenüberliegenden Wand malt Giovanni da Montorfano die "Kreuzigung", in die Leonardo die Porträts von Ludovico, Beatrice und ihrem Erstgeborenen, Massimiliano hätte einfügen sollen. Er beginnt mit der Ausschmückung der "Kammern" im Castello Sforzesco und fertig Zeichnungen zu "Goldschlägermaschinen", Geldprägestempeln und Studien zu Webmaschinen an.

1496 macht da Vinci Zeichnungen für Paciolis "De divina proportione". Ludovico ist über die Arbeit im Sforza-Kastell unzufrieden und will da Vinci durch Perugino ersetzen. Am 31. Januar 1496 wird das Werk der "Danae" von Baldassare Taccone uraufgeführt, in dem da Vinci für die Regie und das Bühnenbild verantwortlich war. 1497 entwirft da Vinci die "Casa Guiscardi" und zeichnet ein "Bildnis der Lucrezia Crivelli", der neuen Geliebten des Moro und ehemalige Hofdame seiner Gattin Beatrice d'Este, die am 2. Januar 1497 22jährig auf einem Ball an einer Totgeburt stirbt.

Ein Jahr später malt da Vinci den "Hl. Anna Selbdritt-Karton". Im Februar des Jahres 1498 findet am Hof der Sforza unter Beteiligung von da Vinci, Pacioli, Theologen, Medizinern, Astrologen, Juristen und Physikern ein "Ehrenvoller und wissenschaftlicher Wettstreit" statt. Am 26. April 1498 wird da Vinci zum herzoglichen Baumeister ernannt. Am 2. Oktober 1498 schenkt Ludovico da Vinci einen kleinen Weinberg zwischen den Klöstern S. Vittore und S. Maria delle Grazie und er malt eine Deckendekoration für die Sala delle Asse im Sforzakastell. Im Juli 1499 entwirft da Vinci ein Bad für Isabella von Aragon und am 14. Dezember 1499 verlässt da Vinci das vom französischen Heer besetzte Mailand. Kurz zuvor hat er 600 Golddukaten auf sein Konto in Florenz überwiesen.

1500 begibt sich da Vinci mit Pacioli nach Mantua, malt dort das "Profil von Isabella d'Este" und geht dann nach Venedig. Er durchstreift den Friaul und überprüft dabei die Befestigungsanlagen. Am 24. April 1500 kehrt da Vinci mit Pacioli nach Florenz zurück, wo ihm die Mönche von Annunziata Unterkunft gewähren.

1501 vertieft sich da Vinci in das Studium der Mathematik und beginnt mit dem Karton für "Anna Selbdritt" und der "Madonna mit der Spindel". Am 18. August 1502 wird da Vinci von Cesare Borgia (Sohn von Papst Alexander VI.) zum Militäringenieur seines Heeres ernannt. 1502 inspiziert er die Festungsanlagen und führt einen Feldzug in der Romagna. Er macht kartographische Arbeiten und schließt Freundschaft mit Machiavelli.

Im März 1503 kehrt da Vinci nach Florenz zurück. Dort entwickelt er den Plan, während des Krieges der Florentiner mit Pisa den Arno umzuleiten. Da Vinci unternimmt Untersuchungen über den Vogelflug und beginnt mit der Arbeit an seinem wohl berühmtesten Werk der "Mona Lisa". Im Oktober 1503 beginnt da Vinci mit der "Schlacht von Anghiari" im Papstsaal von S. Maria Novella, der ihm als Atelier zur Verfügung gestellt wurde und am 18. Oktober 1503 wird er pro forma wieder in die Lukasgilde aufgenommen.

Am 25. Januar 1504 nimmt da Vinci an einer Künstlerbesprechung über den Aufstellungsort des "David" von Michelangelo teil. Des weiteren beschäftigt er sich mit Festungen (in Piombino) und mit Hydraulik.

Am 9. Juli 1504 stirbt sein Vater. Er hinterlässt zehn Söhne und zwei Töchter. Francesco da Vinci setzt den Künstler (seinen Neffen) zu seinem testamentarischen Alleinerben ein. Zwei Jahre später stirbt sein Onkel.

Am 30. November 1504 schreibt da Vinci das er seine Studien zur Quadratur des Kreises beendet. 1505 macht da Vinci erneut Studien über den Vogelflug und erlebt mit seiner Flugmaschine einen zweiten Misserfolg. Gegen Jahresende erhält er die letzten Honorarzahlungen für die "Schlacht von Anghiari".

1506 entwickelt da Vinci Beschreibung und einen Kostenvoranschlag für das Grabmonument des Marschalls Giangiacomo Trivulzio mit Marmorsarkophag und Bronzepferd. Zur gleichen Zeit unternimmt er Studien zur vergleichenden Anatomie und ein Traktat über die Anatomie des Pferdes und überwacht das Anfertigen einer zweiten Fassung seiner "Felsgrottenmadonna". Am 30. Mai 1506 zieht da Vinci nach Mailand, wohin ihn der französische Gouverneur Charles d'Amboise eingeladen hat, für Ludwig XII. zu arbeiten. Zuvor musste er sich jedoch vertraglich verpflichten, innerhalb von drei Monaten wieder nach Florenz zurückzukehren, und die "Schlacht von Anghiari" zu vollenden. 1507 wird da Vinci zum Hofmaler und ordentlichen Ingenieur Ludwig XII. ernannt und macht die Bekanntschaft von Francesco Melzi (1491-1568).

Am 26. Juli 1507 bittet Robetet im Namen des Königs von Frankreich die Florentiner Signoria, zu Gunsten da Vincis in den Erbschaftsahngelegenheiten mit seinen Geschwistern zu intervenieren, und schon im September 1507 kommt es zu einem Erbschaftsprozess, in dem sich da Vinci mit seinen Halbgeschwistern um das Erbe seines Onkels Francesco streitet. Er wohnt im Haus von Piero di Braccio Martelli, gemeinsam mit dem Bildhauer Giovan Francesco Rustici. Leonardo arbeitet an Rusticis Skulptur "Johannes der Täufer predigt einem Leviten und einem Pharisäer" mit.

Im Juli 1508 kehrt da Vinci nach Mailand zurück, wo er in der Pfarrei S. Babila wohnt. Er unternimmt Studien zu Wasseruhren und Wasserspielen für die Villa von Charles d'Amboise in Mailand. Im darauf folgendem Jahr unternimmt er Studien zur Anatomie mit Marcantonio della Torre, wobei beide eine Sektion der Organe und des Arteriensystems einer Frau durchführen. Weitere Studien dienen der Hydrographie und Geologie der lombardischen Täler und des Iseo-Sees. In Venedig wird "De divina proportione" von Pacioli und Leonardo veröffentlicht.

1510 beginnt da Vinci mit der Arbeit an der "Heilige Anna Selbdritt" und beginnt anatomische Studien und Studien zur Navigation auf der Adda. Am 21. Oktober 1510 beginnt er mit der Arbeit am Chorgestühl des Mailänder Doms. 1511 bezieht da Vinci weiterhin ein Jahresgehalt als Maler von König Ludwig XII. Es entsteht eine Serie von Landschaftsbildern mit Rötel auf Rotgefärbtem Papier. Im gleichem Jahr wird Bramantino wird beauftragt, sich mit der Ausstattung von Leonardos Reiterdenkmal für Trivulzio zu beschäftigen. Am 10. März 1511 stirbt Charles d'Amboise.

Da Vinci verbringt das Jahr 1513 in Vaprio, in der Villa der Familie Melzi. Zwischen 1513 und 1516 arbeitet er am "Heiligen Johannes der Täufer" und am 25. März 1513 bittet die Mailänder Dombauhütte da Vinci erneut um Rat. Am 11. Mai 1513 wird Giovanni de' Medici zum Papst Leo X ernannt und am 24. September 1513 verlässt da Vinci mit Francesco Melzi, Salai, Lorenzo und Fanfoia Mailand und geht über Florenz nach Rom. Im Dezember des Jahres richtet sich da Vinci im Palazzo del Belvedere im Vatikan ein, unter der Patronanz von Giuliano de' Medici, dem Bruder von Papst Leo X und beginnt mit Arbeiten über Hohlspiegel.

1514 reist da Vinci nach Parma, Civitavecchia, Bologna und Florenz und beginnt mit der Arbeit an einem Projekt zur Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe. Im Dezember des Jahres wird da Vinci von seinem Halbbruder Ser Giuliano, mit dem er sich versöhnt hat, besucht. Dieser richtet Grüße der Familie an da Vinci "den ausgezeichneten und sehr außergewöhnlichen Menschen" aus.

1515 beginnt da Vinci sich für Anatomie zu interessieren, wird jedoch aus dem Hospital S. Spirito mit der Anschuldigung schwarze Magie zu betreiben, verwiesen. Er sucht am Monte Mario versteinerte Muscheln, erstellt Pläne für einen neuen Medici-Palast in Florenz. Am 12. Juli 1515 schafft er den mechanischen Löwe für den Krönungszug des französischen Königs in Lyon.

Am 17. März 1516 stirbt Giuliano de' Medici. Am 6. Januar 1517 ziehen da Vinci , Melzi und da Vincis neuer Diener Battista de Villanis nach Frankreich und wohnen im Manoir (Herrensitz) de Cloux bei Amboise. Da Vinci beginnt hier mit geometrischen Spielereien. Da Vinci erleidet hier eine Lähmung der rechten Hand. Die Pension für den Meister Leonardo da Vinci, beträgt alle zwei Jahre 2000 Scudi; Melzi erhält 800 Scudi, Salai nur 100. Am 17. Januar 1517 beginnt da Vinci mit dem Projekt einer neuen Hauptstadt in Romorantin und am 10. Oktober 1517 besucht ihn der Kardinal Luigi d'Aragon, ein Halbbruder des Königs von Neapel, auf einer Reise durch Frankreich in Cloux.

Vom 15. April bis 2. Mai 1518 organisiert da Vinci die anlässlich der Taufe des Dauphins und der Hochzeit von Lorenzo di Piero de' Medici mit Maddalena de La Tour s'Auvergne, der Nichte von Franz I., in Amboise veranstalteten Feste. Am 18. Juni 1518 erscheint die Neuauflage des "Paradiesfestes".

Am 23. April 1519 setzt da Vinci sein Testament auf. Melzi erhält alle Manuskripte, die Werkzeuge und die Werke des Malers. Weitere Erben sind Salai und Battista Vilanis, seine Geschwister väterlicherseits, die Kirchen St. Florentin und St. Denis und die Armen des Hôtel de Dieux und St. Lazare in Ambois.

Am 2. Mai 1519 stirbt Leonardo da Vinci auf Schloss Cloux (heute Clos-Lucé bei Amboise) und am 12. August 1519 wird er in der Klosterkirche St. Florentin in Amboise beigesetzt.

Am 1. Juni 1519 schreibt Francesco Melzi einen Brief an Leonardos Geschwister. In diesem steht über da Vinci: "Er war mir wie der beste aller Väter, und den Schmerz, den ich bei seinem Tod empfand, bin ich unfähig auszudrücken. Solange meine Glieder zusammenhalten, werde ich das ewige Unglück verspüren, und das mit Fug und Recht, denn jeden Tag gab er mir Beweise seiner leidenschaftlichen und glühenden Zuneigung. Jeder muss über den Verlust eines solchen Mannes betrübt sein, den zu erschaffen die Natur nicht mehr die Macht hat".


Zitate von Leonardo Da Vinci

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Illustration mit dem Titel: Während eines Versuchs
"Während eines Versuchs"
Illustration von © Michael Blümel