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Friedrich Gulda

* 16.05.1930 - † 27.01.2000


Friedrich Gulda wurde am 16. Mai 1930 in Wien geboren. Friedrich Gulda absolvierte zunächst seine Ausbildung zum Konzertpianisten am Grossmann-Konservatorium, nahm Privatunterricht bei Felix Pazofsky und studierte zwischen 1942 und 1947 an der Wiener Musikakademie.

Er galt als ein "Wunderkind", bereits im Alter von 14 Jahren trat er zum ersten Mal öffentlich auf. 1946 gewann der sechzehnjährige Gulda in Genf den Internationalen Klavierwettbewerb und debütierte mit 20 in der New Yorker Carnegie Hall. In den 50er Jahren machte sich Gulda einen Namen als Mozart- und Beethoven-Interpret, nicht zuletzt, nachdem er 1953 erstmals alle 32 Klaviersonaten des Bonner Komponisten aufgeführt hatte.

In den 60er Jahren fühlte sich Gulda mehr und mehr vom Kulturbetrieb eingeengt und versuchte Brücken zu anderen Musikarten zu schlagen. Seine besondere Vorliebe galt dabei dem Jazz und improvisierter Musik. Er trat als Jazzsaxophonist und -schlagzeuger auf und gründete das Eurojazz Orchester. Ferner initiierte er einen Jazzwettbewerb und das Internationale Musikforum Ossiach.

Mit seiner exzentrischen Art, die er in provokanten Äußerungen und Veröffentlichungen zum Ausdruck brachte, eckte Gulda oft an. 1969 gab er mit einer Schmährede den ihm verliehenen Beethovenring zurück und ein anderes Mal trat er nackt im Fernsehen auf.

Am 28. März 1999 sorgte Gulda mit einer von ihm selbst lancierten Todesnachricht erneut für Aufregung. Nachdem er in einem anonymen Fax sein Ableben durch Schlaganfall vermeldet hatte und anschließend unauffindbar war, trat er wenige Tage später in Salzburg bei einer "Resurrection-Party" (Auferstehungs-Party) auf und meinte "Ätsch, zu früh gefreut".

Friedrich Gulda, der Vater der Pianisten Paul Gulda und Rico Gulda, starb am 27. Januar 2000, im Alter von 69 Jahren in seiner Wohnung in Weißenbach am Attersee in der oberösterreichischen Gemeinde Steinbach, an Herzversagen.


Zitate von Friedrich Gulda


Die Aphorismen dieses Autoren dürfen auf Grund der Beschränkungen durch das Urheberrechtsgesetz erst nach dem 27.01.2070 veröffentlicht werden!


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