Schrift:

navigationZur Auswahl der vorhandenen Textenavigation

Christian Dietrich Grabbe

* 11.12.1801 - † 12.09.1836


Christian Dietrich Grabbe wurde am 11. Dezember 1801, als Sohn des Zuchtmeisters Adolph Henrich Grabbe und seiner Frau Dorothea geb. Grüttemeier, in Detmold geboren.

Bereits als Gymnasiast in Detmold unternahm der 16jährige Grabbe erste Versuche als Dramatiker und sandte 1816 das Dramenmanuskript "Theodora" an die Verlagsbuchhandlung Göschen in Leipzig. Das Werk blieb nicht erhalten.

Nach dem Abitur, ermöglichte ihm ab 1820 ein Stipendium der Landesfürstin Pauline ein Jura-Studium in Leipzig. Einer seiner Studienfreunde war sein späterer Verleger Georg Ferdinand Kettembeil.

1822 wechselte er an die Universität in Berlin und setzte sein Studium hier fort. In Berlin lernte er Heinrich Heine, Köchy, Friedrich von Uechtritz und Friedrich Wilhelm Gubitz kennen. Ebenfalls 1822 vollendete Grabbe die Tragödie "Herzog Theodor von Gothland" und im September diesen Jahres beendete er die Arbeit an der Komödie "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung".

Nach dem Abschluss des Studiums 1823 bemühte Grabbe sich vergeblich, in Dresden, Leipzig, Braunschweig und Hannover um eine Stellung als Schauspieler oder Regisseur an einem Theater zu bekommen. Er kehrte Ende August 1823 nach Detmold zurück und legte im darauf folgenden Jahr sein Juristisches Staatsexamen ab.

Seine Versuche in Detmold eine Anstellung als Jurist zu erhalten, waren zunächst erfolglos, erst 1826 übernahm Grabbe die unbezahlte Vertretung eines erkrankten Militär-Auditeurs, dessen besoldeter Amtsnachfolger er 1828 wurde.

Während dieser Zeit arbeitete Grabbe an der Tragödie "Don Juan und Faust" die er 1828 vollendete und deren Uraufführung am 29. März 1829 in Detmold erfolgte. Im September 1828 erscheinen bei Kettembeil in Frankfurt seine bisherigen "Dramatischen Dichtungen" in zwei Bänden.

1829 vollendete er die Tragödie "Kaiser Friedrich Barbaross" und das Lustspiel "Aschenbrödel" und ein weiteres Hohenstaufen-Drama: "Kaiser Heinrich VI". Ebenfalls 1829 lernte Grabbe Luise Christiane Clostermeier kennen, von der er jedoch zurück gewiesen wurde.

Ab 1830 verschlechterte sich Grabbes Gesundheitszustand aufgrund seines Alkoholismus zusehends. Ebenfalls in diesem Jahr kam es zu ersten Schwierigkeiten mit seinem Verleger Georg Ferdinand Kettembeil.

Die heimliche Verlobung mit Henriette Meyer, die er bereits 1830 kennen gelernt hatte, wurde von dieser 1831 gelöst, als sich Grabbe wieder Louise Christiane Clostermeier zuwandte. 1831 vollendete Grabbe das Drama "Napoleon oder Die hundert Tage".

1833 heiratete er Louise Christina Clostermeier, aber die Ehe erwies sich schnell als unglücklich, man stritt sich u.a. wegen des Vermögens.

Im Januar 1834 erkrankte Grabbe und bat den Landesherrn um einen "Dichtersold" und erhielt sechs Monate bezahlten Urlaub. Im September gab er sein Amt auf, und verließ im darauf folgenden Monat, ohne sich von seiner Frau zu verabschieden, Detmold.

Grabbe reiste über Frankfurt am Main, wo er sich endgültig mit seinem Verleger Georg Ferdinand Kettembeil überwarf, nach Düsseldorf, wo er mit Carl Leberecht Immermann, den er 1831 kennen gelernt und der ihm seine Unterstützung zugesagt hatte, an dem von diesem gegründeten Stadttheater zusammenarbeitete.

1835 Neben Theaterrezensionen und einer Abhandlung über das Düsseldorfer Theater vollendete Grabbe 1835 die Tragödie "Hannibal" und begann mit den Arbeiten zum Drama "Die Hermannsschlacht", das er 1836 vollendete.

1836 wegen der Depressivität und der Alkoholexzesse Grabbes kam es zum Bruch mit Carl Leberecht Immermann, darüber hinaus plagten ihn Geldnöte.

Mit geliehenem Geld reiste Grabbe nach Detmold zurück, wo seine Frau die Scheidungsklage einreicht.

Christian Dietrich Grabbe starb am 12. September 1936 im gemeinsamen Haus, ohne sich jedoch mit seiner Frau versöhn zu haben, an Rückenmarksschwindsucht.


Zitate von Christian Dietrich Grabbe

Insgesamt finden sich 18 Texte im Archiv.
Es werden maximal 5 Texte, täglich wechselnd, angezeigt.


navigationZurück zum Seitenanfang navigation