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Rudolf Hagelstange

* 14.01.1912 - † 05.08.1984


Rudolf Hagelstange wurde am 14. Januar 1912 als Sohn eines Kaufmanns in Nordhausen im Harzgeboren.

Nach dem Studium der Philologie in Berlin ging Rudolf Hagelstange als Redakteur zur "Nordhäuser Zeitung".

Während des II. Weltkrieges war er zwischen 1940 und 1945 Soldat und zeitweise als Redakteur bei Soldatenzeitungen in Paris und Rom tätig. Rom inspirierte ihn 1944 zu dem pathetischen Sonettzyklus "Venezianisches Credo" (1946), der auf großes Echo bei Kritik und Publikum stieß.

Nach seiner Rückkehr aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft arbeitet Rudolf Hagelstange ab 1945 als freier Schriftsteller in Nordhausen.

In der Nachkriegszeit arbeitete Hagelstange zunächst im "Kulturbund zur demokratischen Erneuerung" in der Sowjetischen Besatzungszone. Nach Meinungsverschiedenheiten mit der SED-Führung siedelte er 1946 nach Westdeutschland über wo er sich in Hemer / Westfahlen niederlässt. Ab 1948 lebt Rudolf Hagelstange in Unteruhldingen am Bodensee.

Danach entstanden vorwiegend Romane, Erzählungen, Essays und Reiseberichte. Mit "Spielball der Götter" (1959) und dem - von der Kritik äußerst negativ aufgenommenen - Roman "Altherrensommer" (1969) konnte Hagelstange zwei weitere Verkaufserfolge verzeichnen.

In den achtziger Jahren versuchte Hagelstange, mit "Das Haus" (1981) und "Der Niedergang" (1983) die Entwicklung von Zeitgeschichte anhand einer Familiensaga nachzuzeichnen. In "Flaschenpost" (1982) versammelte er Warngedichte, die die Zerstörung des II. Weltkriegs nochmals in Erinnerung riefen.

Rudolf Hagelstange starb am 5. August 1984 in Hanau.

Weitere Werke des Autors sind die Gedichtbände "Strom der Zeit" (1948), "Meersburger Elegie" (1950), "Ballade vom verschütteten Leben" (1952), "Zwischen Stern und Staub" (1953), "Lied der Jahre" (1961), "Gast der Elemente" (1972), die Romane "Der General und das Kind" (1974) und "Der große Filou" (1976), die Erzählungen "Alleingang" (1970) und "Venus im Mars" (1972), die Reiseberichte "How do you like America" (1957), "Das Lied der Muschel" (1958) und "Die Puppen in der Puppe" (1963), die Essaysammlungen "Offen gesagt" (1958) und "Menschen und Gesichter" (1982) sowie die Autobiographie "Tränen gelacht" (1977). Des Weiteren trat Hagelstange als Übersetzer der Schriften Leonardo da Vincis, Angelo Polizianos und Giovanni Boccaccios hervor.


Zitate von Rudolf Hagelstange


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