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Georg Wilhelm Friedrich Hegel

* 27.08.1770 - † 14.11.1831


Georg Wilhelm Friedrich Hegel wurde am 27. August 1770 in Stuttgart geboren und stammte aus einer alten Theologen- und Beamtenfamilie.

Nach dem Besuch der Deutschen und der Lateinischen Schule in Stuttgart wechselte er an das "Gymnasium illustre", das er 1788 nach der Matura verließ. Wegen seiner hervorragenden Leistungen konnte er anschließend als herzoglicher Stipendiat im Tübinger Stift leben und Theologie studieren. Dort schloss er Freundschaft mit Hölderlin und Schelling und das Studium der Philosophie, die Beschäftigung mit der Antike und die Begeisterung für die Französische Revolution vereinte die drei Freunde.

Nach einigen Jahren mühseliger Hauslehrertätigkeit in Bern und ab 1797 in Frankfurt am Main ermöglichte es ihm die bescheidene Erbschaft seines Vaters, seiner inneren Berufung zu folgen. 1801 veröffentlichte Hegel das Werk "Differenz des Fichteschen und Schellingschen Systems" dem ein Jahr später das Werk "Glauben und Wissen" folgte. Die Freundschaft mit Schelling ebnete Hegel 1801 den Weg zur Habilitation an der Universität Jena und schon 1805 wurde Hegel dort zum außerordentlichen Professor für Philosophie ernannt. Es war die Zeit, da Schiller dort Professor der Geschichte war, Fichte und Schelling Philosophie lehrten, in der die Romantiker Tieck, Novalis sowie die Brüder Friedrich von Schlegel und August Wilhelm von Schlegel in Jena ihren so schöpferischen Höhepunkt erreichten.

Als im Oktober 1806 Napoléons Truppen bei Jena und Auerstedt die verbündeten Preußen, Russen und Sachsen schlugen und Preußen zusammenbrach musste er Jena verlassen. In diesem Jahr vollendete Hegel sein erstes bedeutendes Werk, die "Phänomenologie des Geistes", dass 1807 in Bamberg und Würzburg erschien.

Hegel war für einige Zeit Redakteur der "Bamberger Zeitung" bis er 1808 Rektor des Egidyen-Gymnasiums in Nürnberg wurde. Hier erschienen 1812 und 1813 die ersten beiden Bände sein zweites großes Werk, die "Wissenschaft der Logik", denen 1816 der dritte Band folgte. Hegel folgte daraufhin 1817 dem Ruf an den philosophischen Lehrstuhl in Heidelberg und vollendete hier die "Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften"(1817), die noch im selben Jahr in Heidelberg erschien.

Im darauf folgenden Jahr rief man Hegel nach Berlin wo er die Nachfolge Fichtes auf dem Lehrstuhl für Philosophie an der Berliner Universität antrat. Seitdem Wintersemester 1822/23 hielt Hegel regelmäßig bis zum Winter 1830/31 die Vorlesung "Über die Philosophie der Weltgeschichte an der Berliner Universität. Seine Vorlesungen zogen die führenden Männer des Staates in seinen Bann, und er wurde als "preußischer Staatsphilosoph" das anerkannte Oberhaupt der deutschen Philosophie.

Hegel las nicht nur über philosophische Hauptdisziplinen, sondern auch über Rechts-, Kunst-, Religionsphilosophie, Philosophie der Geschichte und Geschichte der Philosophie. In Buchform erschienen bis zu seinem Todesjahr noch die "Grundlinien der Philosophie des Rechts".

Georg Wilhelm Friedrich Hegel starb am 14. November 1831 in Berlin.


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