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Heinrich Heine

* 13.12.1797 - † 17.02.1856


Heine wurde am 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf als ältester Sohn des jüdischen Textilkaufmanns Samson Heine und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. van Geldern, geboren.

Seit 1807 besucht Heine die Vorbereitungsklasse des Lyzeums und tritt 1810 in das Düsseldorfer Lyzeum ein, welches er 1814 ohne Reifezeugnis verlässt und auf die Handelsschule wechselt. Ein Jahr später beginnt Heine eine kaufmännische Lehre bei dem Bankier Rindskopf in Frankfurt am Main, wechselt jedoch 1816 ins Bankhaus seines Onkels Salomon Heine in Hamburg und setzt dort seine Lehre fort. Unter Pseudonym veröffentlicht Heine 1817 erste Gedichte in "Hamburgs Wächter".

Mit Unterstützung des Onkels Salomon gründet Heine 1818 in Hamburg das Manufakturwarengeschäft "Harry Heine & Comp.", in dem er vor allem englische Stoffe verkauft. Schon ein Jahr später muss Heine den Konkurs seines Geschäftes anmelden, da der Onkel Salomon das mangelnde kaufmännische Talent seines Neffen erkannte, finanziert er ihm ein Studium. Woraufhin sich Heine im März des Jahres 1819 an der Universität Bonn zum Jurastudium immatrikuliert. Neben juristischen hört er auch philosophische, philologische und historische Vorlesungen, unter anderem bei August Wilhelm Schlegel und Ernst Moritz Arndt.

1820 beginnt er mit der Arbeit an der Tragödie "Almansor" und im August diesen Jahres, erscheint im "Rheinisch-Westfälischen Anzeiger" Heines Aufsatz "Die Romantik". Im Oktober wechselt Heine an die Universität Göttingen, wo er sich an geheimen burschenschaftlichen Versammlungen beteiligt, aus antisemitischen Gründen wird er jedoch aus der Burschenschaft ausgeschlossen. Im Januar 1821 erhält Heine wegen eines Duellvergehen in Berlin für ein halbes Jahr Studienverbot an der Universität Göttingen, woraufhin er sich im April des Jahres an der Universität in Berlin immatrikuliert, hier besucht er unter anderem Vorlesungen bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Er macht die Bekanntschaft mit Adelbert von Chamisso und Friedrich de la Motte Fouqué und begegnet erstmals Rahel, Christian Dietrich Grabbe und Karl August Varnhagen von Ense. Einige Texte von Heine, erscheinen in der von Friedrich Wilhelm Gubitz herausgegebenen Zeitschrift "Der Gesellschafter".

1822 wird Heine Mitglied im "Verein für Kultur und Wissenschaft der Juden" und reist in diesem Jahr nach Polen und besucht im Oktober Friedrich Hegel. Im Januar 1824 immatrikuliert sich Heine erneut an der Universität Göttingen und unternimmt seine berühmte Wanderung durch den Harz und besuchte Goethe in Weimar, im Juni des darauf folgenden Jahres tritt zum evangelischen Glauben über und wird in Heiligenstadt auf den Namen Christian Johann Heinrich getauft. Im Juli diesen Jahres promoviert Heine zum Dr. jur. an der Göttinger Universität, seine Hoffnungen, an einer Universität lehren zu können, zerschlugen sich jedoch.

1826 begegnet er dem Hamburger Verleger Julius Campe, der künftig Heines Hauptverleger wird und den ersten Teil der Reisebilder "Heimkehr", "Die Harzreise", "Die Nordsee, I." auflegt. 1827 reist Heine nach England und im April des Jahres erscheinen der zweite Teil der Reisebilder "Die Nordsee, II und III" und das "Buch der Lieder" mit seinen bisherigen Gedichten welches sein publikumswirksamstes Werk wird und bereits zu Lebzeiten 13 Auflagen erlebt. Während seiner Reise über Frankfurt am Main, Heidelberg und Stuttgart nach München, trifft er in Frankfurt Ludwig Börne. Heinrich Heine wird Mitherausgeber der "Neuen allgemeinen politischen Annalen" und die Absicht, eine Professur für Literaturgeschichte anzutreten, wird vom katholischen Klerus durchkreuzt. Von August bis November 1928 reist Heine durch Italien und hält sich in Mailand, Genua, Lucca, Florenz und Venedig auf. Im Dezember diesen Jahres stirbt auch Heines Vater in Hamburg. Worauf Heine im Februar 1829 nach Berlin zieht jedoch schon im April nach Potsdam übersiedelt. 1830 werden die Reisebilder III veröffentlicht und während seines Sommerurlaubs auf Helgoland erfährt Heine von der Pariser Julirevolution woraufhin er die "Briefe aus Helgoland" schreibt. Im Mai1882 verlässt Heine Deutschland aufgrund mangelnder Berufsperspektiven und entschließt sich zur Übersiedlung nach Paris, wo er als Korrespondent für deutsche Zeitungen und Zeitschriften arbeitet. 1832 nimmt an er Versammlungen der Saint-Simonisten teil. Der Abdruck seiner Artikelserie "Französische Zustände" in der Augsburger "Allgemeinen Zeitung" wird von Metternich nach einigen erschienenen Folgen unterbunden worauf hin im Dezember die Buchausgabe erscheint die in Preußen verboten wird. 1834 begegnet Heine, Crescence Eugénie Mirat (Mathilde), seiner späterer Lebensgefährtin.

Am 10. Dezember 1835 verbietet die Deutsche Bundesversammlung sämtliche gedruckten wie ungedruckten Schriften des so genannten Jungen Deutschland, an erster Stelle die von Heine sowie die in Heines Hausverlag Hoffmann und Campe in Hamburg erschienenen. Die Französische Regierung gewährt Heine 1838 als politischem Emigranten eine Pension in diesem Jahr erkrankt Heine an Gelbsucht. Ein weiteres Jahr später folgt eine ernsthafte Augenerkrankung.

1841 begegnet Heinrich Heine, Richard Wagner und im August heiratet er Mathilde in Saint-Sulpice. Nach einer Auseinandersetzung über seine Denkschrift über Ludwig Börne duelliert sich Heine mit dem Frankfurter Kaufmann Salomon Strauß und wird an der Hüfte verletzt. 1842 hält sich Heine in Boulogne-sur-Mer auf und 1843 kommt es zu Begegnungen mit Arnold Ruge und Friedrich Hebbel. Im Oktober und November reist Heine nach Hamburg und nach seiner Rückkehr in Paris lernt er Karl Marx kennen. 1844 macht er die Bekanntschaft mit Ferdinand Lassalle und arbeitet an den von Marx und Ruge herausgegebenen "Deutsch-Französischen Jahrbüchern" mit.

Im Juli 1844 besucht er mit Mathilde ein zweites mal Hamburg. Im Dezember des gleichen Jahres verstirbt Heines Onkel Salomon woraufhin es zu Erbstreitigkeiten innerhalb der Familie kommt, die Ihm seine Familienpension nur unter der Bedingung, dass er in seinen Werken keine Familienangehörigen erwähnt, weiterbezahlen will. 1845 verschlechtert sich der Gesundheitszustand Heines zusehends. Im September 1846 bekommt er Besuch von Friedrich Engels in Paris und im Mai 1848 bricht Heine im Louvre zusammen. Es wird eine Erkrankung an Rückenmarkschwindsucht diagnostiziert. 1855 besuchen Ihn seine Freundin Elise Krinitz und im November des Jahres kommen seine Schwester Charlotte und sein Bruder Gustav nach Paris.

Am 17. Februar 1856 stirbt Heinrich Heine in Paris und wird drei Tage später auf dem Friedhof Montmartre beerdigt.


Zitate von Heinrich Heine

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