Schrift:

navigationZur Auswahl der vorhandenen Textenavigation

Ben Kingsley

* 31.12.1943


Ben Kingsley wurde am 31. Dezember 1943 als Sohn eines indischen Arztes und einer russisch-jüdischen Schauspielerin in Scarborough Yorkshire England geboren.

Ben Kingsley begann seine Karriere auf britischen Theaterbühnen. Mit 19 Jahren sah Kingsley in Statford eine Aufführung von "Richard III." und war so begeistert, dass er sich einem Amateurtheater anschloss. Auf Anraten seines Vaters änderte er seinen Namen von Krishna Banji in Ben Kingsley und tingelte durch die Provinz. Nach Tourneen mit einer lokalen Theatergruppe, gab er im Stück "A Smashing Day" sein Bühnendebüt in London. Mitte der 60er Jahre machte er die Bekanntschaft des legendären Beatles-Managers Brian Epstein, der ihm nach einem Vorsingen sofort einen Plattenvertrag anbot. Da er jedoch zur gleichen Zeit ein Angebot der Royal Shakespeare Company bekam, lehnte er schweren Herzens ab.

In den folgenden Jahren spielte Kingsley respektable Rollen, angefangen von Hamlet bis hin zu sozial-engagierten Parts, die in der Presse wohlwollend registriert wurden. Er bestritt für die Theatertruppe unter anderem Aufführungen von "Ein Sommernachtstraum", "Maß für Maß" und "Hamlet". Doch zu großen Starruhm konnte er damit nicht gelangen, die Stoffe waren meistens zu schwer.

Kingsley war 37 Jahre alt, als er schließlich die Hauptrolle in Richard Attenboroughs Meisterwerk Gandhi angeboten bekam, die ihn über Nacht in die Reihe der Hollywood-Stars katapultierte. Als Vorbereitung für die Rolle des indischen Politikers nahm der Schauspieler zehn Kilo ab und studierte alle nur verfügbaren Bücher über den Verfechter des gewaltlosen Widerstands. Der Erfolg war überwältigend: Das Dreistundenwerk erhielt 1983 acht Oscars, einen davon für den Hauptdarsteller Ben Kingsley.

Immer auf der Suche nach dem menschlichen Aspekt entwickelte der sympathische Schauspieler im Laufe der Jahre auf der Leinwand eine besondere Vorliebe für historische Persönlichkeiten wie Arbeiterführer Lenin oder Nazijäger Simon Wiesenthal. Eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller erhielt er dann 1991 auch für sein Porträt des Gangsters Meyer Lansky in "Bugsy".

So konzentriert er sich auch weiterhin auf Theater- und Filmarbeiten und nahm nur Rollen in außergewöhnlichen Kinoproduktionen wie "Ozeanische Gefühle" und "Maurice". Glänzende Kritiken erhielt er auch für seine zwingende Darstellerleistung als Gegenspieler von Sigourney Weaver in Roman Polanskis "Der Tod und das Mädchen".

Ben Kingsley hat den Ruf, einer der anerkanntesten und vielseitigsten Schauspieler im derzeitigen Filmgeschäft zu sein. Für seinen ergreifenden Auftritt als jüdischer Buchmacher Itzhak Stern in Steven Spielbergs mehrfach Oscar-prämiertem Werk Schindlers Liste erntete Kingsley weltweite Anerkennung und den Britischen Filmpreis als bester Schauspieler.

Im Fernsehen war Ben Kingsley zuletzt in TNT'S Bibelepos "Joseph" zusehen; außerdem spielte er die Hauptrolle in der HBO-Produktion "Murderers Among Us" und für TNT stand er in der Titelrolle des TV-Films "Moses" erneut vor der Kamera. Auch in Großbritannien spielte Ben Kingsley Hautrollen in Fernsehproduktionen, u.a. in "Dickens in London", "Drei Schwestern", "Crown Court" und "Anthony und Cleopatra".

Ben Kingsley wurde 1998 zum Jury-Präsidenten der Berlinale gewählt, dies gilt als eine Hommage an einen Mann, der sich auch als Gründungsmitglied der European Film Academy wie kaum ein anderer um den europäischen Film verdient gemacht hat.

Zitate von Ben Kingsley


Der Autor hat einer Veröffentlichung in unserem Archiv nicht bzw. noch nicht zugestimmt. Die Aphorismen dieses Autoren dürfen daher nicht veröffentlicht werden!