Schrift:

navigationZur Auswahl der vorhandenen Textenavigation

Sinclair Lewis

* 07.02.1885 - † 10.01.1951


Harry Sinclair Lewis wurde am 07. Februar 1885, als Sohn eines Arztes in Sauk Center, in Minnesota geboren.

Lewis studierte einige Zeit an der Yale University, fuhr in den Sommerferien auf Viehdampfern nach England. Von 1907 bis 1916 arbeitete er als Zeitungsreporter und Literaturredakteur.

Er arbeitete in Upton Sinclairs sozialistischer "Helicon Home Colony" mit und durchstreifte jahrelang die USA im Auto.

Sein 1920 erschienener Roman "Main Street" (Die Hauptstraße) machte Lewis mit einem Schlag bekannt. In letzterem entwickelte er das Thema, das er in seinen späteren bedeutenden Romanen immer wieder aufgriff, die Monotonie, die Gefühlsarmut und den Mangel an Idealen und Werten im Leben der Mittelklasse-Amerikaner. Auf diesen desillusionierenden Roman folgte 1922 mit "Babbitt" die schonungslose Darstellung des kleinbürgerlichen amerikanischen Geschäftsmannes, der blind den materialistisch geprägten gesellschaftlichen und ethischen Normen seiner Umgebung folgt. Von Erfolg und Bedeutung dieses Werkes zeugt die Tatsache, dass der Begriff "Babbitt" als Bezeichnung für einen selbstzufriedenen Spießer Eingang in den amerikanischen Sprachschatz fand. In seinem 1925 erschienenen Roman "Arrowsmith" (Dr. med. Arrowsmith) übte Lewis Kritik an der profitorientierten Ausübung des Arztberufs. "Elmer Gantry" hat die Karriere eines heuchlerischen und gewinnsüchtigen Sektenpredigers zum Inhalt. 1929 folgte mit "Dodsworth" (Sam Dodsworth) das Romanporträt der egoistischen, anspruchsvollen und oberflächlichen Ehefrau als Vertreterin der gehobenen Mittelklasse.

Von 1928 bis 1942 war Lewis in zweiter Ehe mit der Journalistin Dorothy Thompson verheiratet. Seine Abhängigkeit zum Alkohol verstärkten sich zusehends.

Der 1933 erschienene Roman "Ann Vickers" schildert die Verhältnisse in einem Frauengefängnis im Süden der USA. Er war ein so großer Erfolg, dass dem Verlag Doubleday das Überleben sicherte. Zu Lewis' späteren Werken zählt das 1935 veröffentlichte "It Can't Happen Here" (Das ist bei uns nicht möglich) über eine Revolution, die eine faschistische Herrschaft in den Vereinigten Staaten herbeiführte. Der 1947 erschienene Roman "Kingsblood Royal" (Der königliche Kingsblood) hat die Auswüchse extremer Intoleranz zum Inhalt. Als begeisterter Anhänger des Theaters wirkte Lewis an der Dramatisierung seines Romans "Dodsworth" (1934) durch den amerikanischen Bühnenschriftsteller Sidney Howard mit und übernahm 1936 selbst die Bühnenbearbeitung von "It Can't Happen Here".

"From Main Street to Stockholm" ist der Titel einer Sammlung von Briefen, die 1952 posthum veröffentlicht wurde, ebenso wie das Werk "Let us play king" das 1956 erschien. Als Schriftsteller von Weltrang wurde Lewis, dessen Abneigung gegen Preise sich unter anderem in der Ablehnung des Pulitzerpreises im Jahr 1926 für "Arrowsmith" manifestierte, 1930 als erster Amerikaner mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Harry Sinclair Lewis verbrachte seine letzten Lebensjahre in Italien (Florenz) und starb am 10. Januar 1951 in Rom.


Zitate von Sinclair Lewis


Die Aphorismen dieses Autoren dürfen auf Grund der Beschränkungen durch das Urheberrechtsgesetz erst nach dem 10.01.2021 veröffentlicht werden!


navigationZurück zum Seitenanfang navigation