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Jean de La Fontaine

* 06.07.1621 - † 14.04.1695


Jean de La Fontaine wurde am 6. Juli 1621 in Chateau-Thierry geboren und am 8. Juli 1621 getauft. Jean de La Fontaine besuchte die Schule in Chateau-Thierry und später in Paris. Zwanzigjährig, trat Jean de La Fontaine als Novize bei den Oratorianern ein, verabschiedete sich jedoch kurze Zeit später wieder von den religiösen Studien.

Nach dem Abschluss seines Jurastudiums kaufte Jean de La Fontaine das Amt eines "Maitre des eaux", das er bis 1671 bekleidete, obwohl er dieses wahrscheinlich kaum oder gar nicht ausübte. Nach seiner Heirat 1647 lebte Jean de La Fontaine in Chateau-Thierry und betätigte sich sporadisch als Forstaufseher.

Während dieser Zeit begann Fontaine schriftstellerisch tätig zu werden und 1654 wurde sein Erstlingswerk, eine französische Versadaptation von Terenz' "Eunuch" veröffentlicht. Seit Mitte der fünfziger Jahren gehörte Fontaine zu dem Kreise um den mächtigen Intendanten Fouquet, der zu seinen Förderern zählte und von dem jungen Dichter das Werk "Le Songe de Vaux" zum Preise seines Schlosses Vaux-le-Vicomte bestellte, das jedoch unvollendet blieb. Der prachtvolle Empfang Ludwigs XIV. in Vaux leitete bald den Sturz Fouquets, der sich Hoffnungen auf eine Stellung ähnlich derjenigen Jules Mazarins gemacht hatte, ein. La Fontaine hielt in bemerkenswerter Weise seinem in Ungnade gefallenen und in der Bastille eingesperrten Förderer die Treue und veröffentlichte eine "Elegie aux Nymphes de Vaux" und eine Ode an den König, in der er um Gnade für Fouquet bat.

1664 trat La Fontaine in den Dienst der Herzogin von Orléans. 1665 veröffentlichte er eine Novellensammlung, "Nouvelles en Vers tirées de Boccace et de l'Arioste" und die "Contes et nouvelles en vers". 1668 wurden schließlich die Fabeln, die seinen Weltruhm begründeten, veröffentlicht. Nach dem Tode der Herzogin von Orléans wird die den "Preziösen" nahe stehende Madame de La Sablière die neue Förderin La Fontaines, der bis kurz vor seinem Tode in deren Stadtresidenz in Paris lebte.

1683 wurde La Fontaine in die "Académie Française" gewählt. In den letzten Jahren verbanden ihn enge Freundschaften mit führenden Gestalten des literarischen Paris, zu denen auch Jean-Baptiste Racine und Jean-Baptiste Poquelin (Molière) gehörten. 1691 wurde La Fontaines Oper "Astrée" aufgeführt, seine Tragödie "Achille" blieb jedoch ein Fragment.

Nach einer schweren Krankheit, während der sich La Fontaine wieder der Kirche, zu der er zeitlebens einen gewissen Abstand gehalten hatte, zu. Jean de la Fontaine starb am 14. April 1695 in Paris.


Zitate von Jean de La Fontaine

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