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Andre Maurois

* 26.07.1885 - † 09.10.1967


André Maurois, eigentlich Émile Salomon Wilhelm Herzog, wurde am 26. Juli 1885 in Elbeuf / Normandie, als Sohn eines Textilfabrikanten, geboren.

Seine Familie war 1871, während des französisch-preußischen Krieges, aus dem Elsass geflohen und ließ sich in Elbeuf in der Normandie nieder, wo die Familie eine Tuchfabrik besaß.

André Maurois besuchte das Gymnasium von Elbeuf und Rouen. Nach seinem Examen nahm er ein Studium der Philosophie an der Universität von Caen auf. In den Jahren von 1903 bis 1911 arbeitete André Maurois in der Fabrik seines Vaters.

Mit dem beginn des 1. Weltkrieges wurde André Maurois als Verbindungsoffizier zur britischen Armee eingezogen. Während dieser Zeit entstanden zwei humorvolle Romane, 1918 "Les Silences du colonel Bramble" und 1921 "Les Discours du docteur O’Grady " die mit großem Erfolg veröffentlicht wurden.

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges widmete sich André Maurois vollends der Schriftstellerei und veröffentlichte neben zahlreichen Romanen, entgegen aller Kritiker, auch zahlreiche Biographien.

Nach dem Tod seiner ersten Frau Janine de Szymkiewicz 1924 und dem Tod seines Vaters im darauf folgendem Jahr übernahm er das Familienunternehmen. André Maurois heiratete in zweiter Ehe Simone de Caillevet, eine Nichte von Marcel Proust.

1926 hielt André Maurois eine Reihe von Vorträgen am Trinity College in Cambridge und arbeitete weiter an zahlreichen Biographien. So veröffentlichte er den zwanziger und dreißiger Jahren unter anderem die Biographien von Bernard Quesnay (1926), Disraeli (1927), Voltaire (1932), King Edward (1933) und René ou la Vie de Chateaubriand (1938).

1929 erhielt André Maurois eine Einladung aus Priceton, seine Reise nach Amerika verursachte ein lebenslanges Interesse an der Kultur und Geschichte des Landes.

Während des 2. Weltkrieges diente Maurois als Kapitän der französischen Armee und wurde als Verbindungsoffizier zum britischen Haupquatier eingesetzt. Nach der Besetzung Frankreichs, durch die deutschen Truppen, lässt er sich in die Vereinigten Staaten versetzten.

Hier unterrichtete Maurois an der Universität von Kansas und am Mills Colege. Während dieser Zeit schrieb er weitere Biographien unter anderem über, Frédéric Chopin (1942), General Eisenhower (1945), Franklin (1945), und Washington (1946). 1943 verließ Maurois Amerika mit den Alliierten nach Nordafrika und kehrte 1946 nach Frankreich zurück. Hier veröffentlichte er einige Biographien französischer Autoren, unter ihnen, Marcel Proust (1949), George Sand (1953), Alexandre Dumas (1953), Victor Hugo (1954) und Honoré de Balzac (1965).

Neben Prosa schrieb André Maurois Dramen, Kurzgeschichten und Essays und war seit 1938 Mitglied der französischen Akademie.

André Maurois starb am 9. Oktober 1967 in Neuilly-sur-Seine.


Zitate von Andre Maurois


Die Aphorismen dieses Autoren dürfen auf Grund der Beschränkungen durch das Urheberrechtsgesetz erst nach dem 09.10.2037 veröffentlicht werden!


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