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Thomas Mann

* 06.06.1875 - † 12.08.1955


Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 als zweiter Sohn von Thomas Johann Heinrich Mann in der Mengstr. 4 in Lübeck geboren. Sein Vater war ein angesehener Kaufmann, Königlich Niederländischer Konsul und später Senator der Freien Hansestadt Lübeck. Seine Mutter kam aus Südamerika und stammt von einem deutschen Plantagenbesitzer und einer portugiesisch-kreolischen Brasilianerin ab. Thomas Mann hatte drei Geschwister. Sein älterer Bruder Heinrich Mann wurde am 27. März 1871 geboren und zwei Schwestern Julia und Carla, letztere wurde 1881 geboren.

1893 beendete Thomas Mann aus der Obersekunda das Gymnasium. Nach dem Tod des Vaters, der am 13. Oktober 1889 an Krebs starb, siedelte die Familie 1893 nach München über.

In München war Thomas Mann zunächst als Volontär bei einer Versicherungsgesellschaft tätig und von 1895 bis 1896 studierte er an der Technischen Hochschule München und besuchte Vorlesungen der Literatur, Geschichte und Wirtschaftspolitik.

Von 1896 bis 1898 unternimmt Thomas Mann, gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich Mann, eine zweijährige Italienreise, die die beiden unter anderem nach Rom und Palestrina führt. Zwischen 1898 und 1899 versucht er sich literarisch als Mitarbeiter von Albert Langens satirischer Zeitschrift "Simplicissimus" und publiziert seine erste Erzählung "Der kleine Herr Friedemann" (1898). Im Herbst 1899 verbringt Thomas Mann einige Urlaubstage in Alsgard am Öresund.

Im darauf folgendem Jahr absolviert Thomas Mann seinen einjährigen Militärdienst in München. 1901 veröffentlicht Thomas Mann seinen ersten Roman "Die Buddenbrooks, Verfall einer Familie" und 1903 die sechs Novellen "Tristan" unter ihnen auch "Tonio Kröger".

1905 heiratet Thomas Mann die aus einem wohlhabenden und hoch angesehenen jüdischen Elternhaus stammende Katia Pringsheim (1883-1980) und im selben Jahr wird Tochter Erika geboren. In den folgenden Jahren entstehen neben dem Roman "Königliche Hoheit" (1909) auch zahlreiche Erzählungen, wie "Fiorenza" (1906) und "Der Tod in Venedig" (1912) sowie die Novellensammlung "Das Wunderkind" (1914). 1914 zieht die Familie Mann in das gerade fertig gestellte Haus in der Poschinger Strasse 1 in München.

Im I. Weltkrieg bezog Thomas Mann, im Gegensatz zu seinem Bruder Heinrich Mann, eine patriotisch-enthusiastische Position in den "Betrachtungen eines Unpolitischen" (1918). Sein vermehrtes öffentliches Auftreten und der Erfolg seines 1924 erschienenen philosophisch-zeitkritischen Romans "Der Zauberberg" machte ihn zu einer zentralen Figur der deutschen Philosophie. Inzwischen weit über die deutschen Grenzen bekannt erhielt er 1929 den Literaturnobelpreis und veröffentlichte von 1933 bis 1942 mit der Tetralogie "Joseph und seine Brüder" (entst. 1930-36) einen weiteren Roman.

Als Hitler die Macht im Deutschen Reich übernahm, hielt sich Thomas Mann zu einer Vortragsreise im Ausland auf. Thomas Mann emigrierte über die Tschechei zuerst nach Sanary- sur - Mer und später dann nach Küsnacht bei Zürich in der Schweiz. 1936 wurde Thomas Mann die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, und er wird in dieser Zeit tschechischer Staatsbürger.

1938 emigriert Thomas Mann in die USA und zieht 1940 nach Kalifornien, wo er 1941 mit dem Bau eines eigenen Hauses beginnt. Von 1942 bis 1945 erhält Mann eine Gastprofessur an der Universität Princeton (New Jersey). In zahlreichen Vorträgen und Radioansprachen bekämpfte er den Nationalsozialismus. Bis 1952 lebt er im kalifornischen Pacific Palisades und erhielt 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft.

In seinem 1947 erscheinenden Roman "Doktor Faustus" (1947) kommt es zur konkreten Auseinandersetzung mit dem seinerzeit aktuellen Thema persönlicher und künstlerischer Integrität unter der Diktatur. Bereits 1939 erschien der Roman "Lotte in Weimar" (1939) mit dem er durch ein grandioses Goethe-Portrait dem Deutschland der Dichter ein Denkmal setzte.

1947 reist Thomas Mann erstmals nach Kriegsende nach Europa und der zwei Jahre später folgende erste Deutschlandbesuch galt der Verleihung der Goethe-Preise in Frankfurt am Main und Weimar.

1952 kehrt Thomas Mann nach Europa zurück und erhält die Niederlassungsbewilligung der Schweiz, wo er sich zunächst in Erlenbach im Kanton Zürich niederlässt. 1954 erwirbt Thomas Mann ein Haus in Kilchberg bei Zürich wohin er übersiedelte. In diesen Jahren entstanden Werke wie der Roman "Der Erwählte" (1951) und die Erzählung "Die Betrogene" (1953) sowie die Endfassung der "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" (1954). 1955 wurde Thomas Mann zum Ehrenbürger der Stadt Lübeck ernannt.

Thomas Mann starb am 12. August 1955 im Kantonspital in Zürich.


Zitate von Thomas Mann


Die Aphorismen dieses Autoren dürfen auf Grund der Beschränkungen durch das Urheberrechtsgesetz erst nach dem 12.08.2025 veröffentlicht werden!


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Illustration mit dem Titel: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull"
Illustration von © Michael Blümel


Illustration mit dem Titel: Tonio Kröger
"Tonio Kröger"
Illustration von © Michael Blümel