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Justus Möser

* 14.12.1720 - † 08.01.1794


Justus Möser wurde am 14. Dezember 1720, als Sohn des Kanzleidirektors Johann Zacharias Möser und dessen Frau Regina Gertrud, geb. Elverfeld, in Osnabrück geboren und wurde am 20. Dezember 1720 in der evangelischen St. Marienkirche getauft.

Nach dem Tod seiner Großmutter Catharina Gertrud Elverfeld, geb. Hönemann, am 23. Mai 1730 und deren Beerdigung vier Tage später, wurde Mösers Gedicht auf ihren Tod "Ist alle Frühlings-Lust Ihr denn so gar zu wieder …" veröffentlicht.

Ab 1732 besuchte Möser das Ratsgymnasium in Osnabrück, welches es am 28. August 1740 mit einem "Carmen heroicum" abschloss.

Am 7. Oktober 1740 immatrikulierte Möser in Jena zum Studium der Rechte. Am 26. August 1741 wurde Möser zum Sekretär der Ritterschaft des Fürstbistums Osnabrück gewählt und am 24. Oktober diesen Jahres in der Wahl bestätigt.

Am 16. Oktober 1742 immatrikulierte in Göttingen zum Studium der Rechte. Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft in Göttingen verfasst Möser in der Zeit von Januar bis September 1743 mehrere Gelegenheitsgedichte.

Im September 1743 beendete Möser das Studium in Göttingen und kehrte nach Osnabrück zurück. Im Januar 1744 trat Möser das Amt als Sekretär der Osnabrücker Ritterschaft an und wurde am 21. Januar 1744 vereidigt. Am 24. Februar desselben Jahres beantragte Möser die Aufnahme in die Advokatenrolle, in die er nach Prüfung durch die Land- und Justizkanzlei am 18. Mai 1744 durch die Regierung des Fürstbistums Osnabrück aufgenommen wurde.

Am 25. Oktober 1746 heiratete Möser Regina Juliana Elisabeth Brouning (*1716), die Trauung erfolgte in der evangelischen St. Katharinenkirche in Osnabrück.

Auf dem Landtag 1747 wurde Mösers Gehalt als Sekretär der Ritterschaft in Höhe von 25 auf 50 Reichstaler verdoppelt und die Diäten von 15 auf 20 Reichstaler erhöht. Im März 1747 bewarb sich Möser um die Stelle eines Advocatus patriae. Am 17. April desselben Jahres erfolgte seine Ernennung zum Advocatus patriae und am 6. Mai die Vereidigung.

Am 5. Juni 1749 wurde seine Tochter Johanna Wilhelmina Juliana geboren und am 9. Juni 1749 getauft. Anfang Oktober diesen Jahres erleidet der lungenkranke Möser einen Blutsturz.

Im September 1753 verhandelte Mösers mit der hannoverschen Regierung um die Übernahme einer angebotenen Amtsadvokatur in Celle. Am 2. September 1753 wurde sein Sohn Johann Ernst Justus geboren und zwei Tage später getauft.

Im Januar 1754 wurde Möser gemeinsam mit dem Syndikus die Rechnungsführung der Ritterschaft übertragen. Nach dem Tod des Syndikus Gustav Mühlenkampf am 21. August 1755 wurde Möser am 10. Januar 1756 zum Syndikus der Osnabrücker Ritterschaft gewählt und fünf Tage später vereidigt.

Am 15. Dezember 1761 wurde Möser durch die Ritterschaft zum Nachfolger des verstorbenen Dr. Johann Joseph Kamps als Kriminaljustizrat bestimmt und 29. Dezember erfolgte die Approbation der Ernennung zum Kriminaljustizrat. Am 3. Februar 1762 wurde Möser als Rat und Justitiarius beim Kriminalgericht vereidigt.

Ab 1763 führte er die Regentschaft für den zunächst minderjährigen, später sich laufend im Ausland aufhaltenden Fürstbischof von Osnabrück, Friedrich Herzog von York. Ab 1764 beriet Möser zunächst als Konsulent, dann als Referendar und seit 1783 als Geheimer Referendar die Osnabrücker Regierung und hatte aufgrund dieser Stellung hohen Einfluss auf alle Angelegenheiten des Fürstbistums Osnabrück.

1766 gründete Möser die Zeitung Wöchentliche Osnabrückischen Anzeigen, für deren Beilage er bis zu seinem Tode zahlreiche, alle Bereiche des öffentlichen wie privaten Lebens berührende Aufsätze verfasste. Diese wurden in einer Auswahl von 1774 bis 1786 in vier Bänden unter dem Titel Patriotische Phantasien in Berlin erneut veröffentlicht.

1768 erschien Mösers Osnabrücksche Geschichte, die ihn als originellen Historiker auswies und, nachdem er bereits 1761 mit seiner Schrift "Harlekin oder Verteidigung des Groteske Komischen" überregionale Beachtung gefunden hatte, seine nationale Bekanntheit begründete.

Seit 1783 publizierte Möser u.a. auch in der Berlinischen Monatsschrift, einer der wichtigsten Zeitschriften der deutschen Spätaufklärung. Als Historiker vertrat er eine organische Geschichtsauffassung und wandte sich gegen die Tendenzen der Aufklärung, später auch der Französischen Revolution.

Justus Möser starb am 8. Januar 1794 in seiner Geburtsstadt.


Zitate von Justus Möser

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