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Pablo Picasso

* 25.10.1881 - † 08.04.1973


Pablo Picasso, eigentlich Pablo Ruiz y Picasso, wurde am 25.Oktober 1881 als Sohn des Malers José Ruiz Blasco und dessen Frau María Picasso López in Málaga geboren. Auf Anregung des Vaters begann Picasso schon als Kind zu malen und besuchte ab 1892 die Kunstschule von La Coruna. Im Herbst 1895 zieht die Familie mit dem Sohn Pablo und der Tochter Lola nach Barcelona um, da sein Vater José Ruiz Blasco eine Professur an der Kunstakademie in Barcelona erhalten hatte. In diesem Jahr besteht Picasso mit Glanz die Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie in Barcelona und malt in altmeisterlicher Manier Bilder, die alle in Erstaunen versetzt.

1896 beendet er seine Ausbildung an der Kunstakademie mit Auszeichnung und wird zum Studium an der Königlichen Akademie der "Academia San Fernando" in Madrid zugelassen.

Nach einem Erholungsurlaub 1898 in Horta de Ebro kehrt Picasso 1899 wieder nach Barcelona zurück und im darauf folgendem Jahr wurde seine erste Ausstellung in Madrid eröffnet.

Im Oktober 1900 verdient sich der 19jährige Picasso sein erstes Geld durch Illustrationen bei Zeitungen und fährt mit seinem Freund Casagemas nach Paris. Hier kauft ihm der damalige Direktor des "Figaro" drei Gouachen ab wodurch es ihm finanziell möglich ist bis zum Ende des Jahres davon zu leben und in Paris zu bleiben. Nach einem kurzem Aufenthalt in Malaga fährt er nach Madrid und gründet 1901 gemeinsam mit seinem Freund Francisco de Asis Soler die Zeitschrift "Arte Joven" (Junge Kunst) für die Picasso die Illustrationen liefert.

Von 1901 bis 1904 hielt sich Picasso abwechselnd in Barcelona und Paris auf. Nach dem Tod seines Freundes Casagemas 1901 beginnt die so genannte "blaue Periode". In dieser entwickelt Pablo Picasso seinen ersten eigenen Stil, mit schwermütigen Figurenbildern die in verschiedenen Blautönen gehalten sind.

Zwischendurch zog es Picasso immer wieder nach Paris, bis er sich 1904 endgültig in der französischen Hauptstadt niederlässt. In Paris lernt Picasso Fernande Olivier kennen, die seine Geliebte und sein Modell wird.

Schon 1905 beginnt Picasso andere Themen zu malen "Die Zirkuswelt" und es entstehen Plastiken wie die Skulptur die "Sitzende Frau". 1906 endet Picassos "blaue Periode" und in seiner nun beginnenden "rosa Periode" bevorzugt Picasso Zirkusmotive in heiteren Farben. Die in diesen Perioden entstehenden Werke, zum Beispiel "die Absinthtrinkerin", "Harlekin und seine Gefährten" und "Die Gaukler", zeigen elende, abgehärmte Menschen und unterstreichen die pessimistische Grundhaltung, in der der Künstler seine Welt sah.

1907 lässt sich Picasso durch afrikanische Masken inspirieren und in den folgenden Jahren entstehen erste Radierungen und Kupferstiche sowie das Porträt von Gertrude Stein (1874-1946). Mit seinem ersten kubistischen Bild "Demoiselles d`Avignon" das er 1907 fertig stellt vollzog sich eine revolutionäre Wende im Schaffen Picassos. Er trennte sich von jeglichem Naturalismus und entwickelte den Stil des analytischen Kubismus, indem er die Bildfläche in rhythmisch geordnete Flächen zerstückelte, die Formen in Zeichen und die Farben in Grau-, Braun- und Grüntöne aufsplitterte. Nach der revolutionären kubistischen Periode beginnt 1912 die zweite, synthetische Phase des Kubismus in der er auch die Collage mit einbezieht. In den Jahren von 1911 bis 1914 entstehen so die ersten "papiers collés" (Klebebilder). Picasso arbeitete gleichzeitig in den unterschiedlichsten Stilen, gegenständlich, realistisch, klassizistisch, symbolisch, surrealistisch und abstrakt. Bis sich 1915 sein Stil erneut zu einer eher konventionellen Sichtweise ändert und Picasso auch wieder realistische Porträts zeichnet.

Am 18. Mai 1917 wurde das von Serge de Diaghile produzierte Ballett "Parade" in Paris uraufgeführt, für dessen Inszenierung Picasso das Bühnenbild und die Kostüme anfertigte. Das Libretto stammte von seinem Freund Jean Cocteau, mit dem er auch später noch einige Male zusammenarbeitete, und Erik Satie komponierte die Musik.

1918 heiratet Picasso die Tänzerin Olga Koklowa, die er während der Aufführung des Balletts "Parade" im Jahr zuvor kennen gelernt hatte und aus dieser Ehe stammt sein 1921 geborener Sohn Paolo. Picassos Stil wurde zunehmend "klassizistischer" und in den darauf folgenden Jahren entstehen zahlreiche Collagen, Metallskulpturen und Bilder. 1925 beteiligt sich Picasso mit seinem Werk "Drei Tänzer" an der ersten Ausstellung der Surrealisten in Paris.

1927 macht Picasso die Bekanntschaft mit Marie-Thérèse Walter, die seine Geliebte und sein Modell wird. 1935 führt die Geburt seiner Tochter Maya aus der Beziehung zu Marie-Thérèse zur Trennung von seiner Ehefrau. 1936 nimmt Picasso den Direktorenposten des Prado-Museums in Madrid an.

Für den spanischen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung 1937 schafft Picasso das großformatige Anti-Kriegs-Bild "Guernica", auf dem er die Zerstörung der gleichnamigen Stadt im Spanischen Bürgerkrieg darstellt.

1937 lernt Picasso Dora Maar kennen, die neben Marie-Thérèse seine Geliebte und sein Modell wird. In diesem Jahr wird in der "New York Times" eine Erklärung Picassos veröffentlicht, in der er für die Regierung der II. Republik in Spanien eintritt.

1941 schreibt Picasso die dadaistische Komödie "Wie man Wünsche am Schwanz packt", die 1944 unter der Regie von Albert Camus privat aufgeführt wird. Ebenfalls in diesem Jahr fertigt Picasso eine Skulptur von Dora Maars Kopf an und wird Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs.

1943 macht Picasso die Bekanntschaft mit der Malerin Francoise Gilot, die 1946 zu ihm zieht. 1947 erblickte Picassos drittes Kind, sein Sohn Claude das Licht der Welt und 1949 wurde sein viertes Kind seine Tochter Paloma geboren.

In den Jahren von 1945 bis 1949 wird neben der Malerei die Lithographie zu einem weiteren Ausdrucksmittel für Picasso, was seiner spontanen Zeichenweise entgegenkommt. 1945 wird Picasso Vorsitzender des französisch-spanischen Hilfskomitees für republikanische Spanier.

1948 wird Picasso die "Médaille de Reconnaissance Française" durch die französische Regierung verliehen. Im darauf folgendem Jahr wird Picassos Lithographie "Die Taube" für das Plakat zum Friedenskongress in Paris ausgewählt. 1952 schreibt Picasso sein zweites Theaterstück und beginnt mit der Arbeit an den Wandbildern "Der Krieg" und "Der Frieden" für die Kapelle von Vallauris. Gemeinsam mit Henri Matisse unterschreib Picasso in diesem Jahr einen Friedensaufruf.

1958 kauft Pablo Picasso das Schloss Vauvenargues und 1961 heiratet Picasso Jacqueline Roque. In den Jahren von 1962 bis 1965 entstehen einige Betonskulpturen und 1963 wird in Barcelona das "Museo Picasso" eröffnet. 1968 stellt Picasso die zwei großen Radierserien "Maler und Modell" sowie "Die Liebenden" fertigt. Am 8. April 1973 stirbt Pablo Picasso in Mougins (bei Cannes) und wurde im Garten seines Schlosses beigesetzt.


Zitate von Pablo Picasso


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