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Italo Svevo

* 19.12.1861 - † 13.09.1928


Italo Svevo, wurde als Hector Aron Schmitz, genannt Ettore Schmitz am 19. Dezember 1861, als fünftes von acht Kindern, in Triest geboren.

Sein Vater Franz Schmitz ein Glaswarenhändler stammte aus einer wohlhabenden Familie jüdischer Abstammung aus Österreich, die Mutter Mirjam Felice aus einer ebenfalls wohlhabenden jüdischen Familie aus Triest.

Sein Vater schickte den 12jährigen zusammen mit seinen beiden Brüdern Adolfo und Elio auf ein Internat nach Segnitz bei Würzburg. Der Vater hatte für seine Söhne eine kaufmännische Laufbahn vorgesehen, wozu es guter Deutschkenntnisse bedurfte. Svevo lernte in kurzer Zeit perfekt Deutsch und war fasziniert von deutschen Denkern und Dichtern.

1878 kehrte er nach Triest zurück, wo er ein Studium am Istituto Superiore die Commercio, einer Handelsschule, begann. Svevo hatte jedoch andere Pläne und wollte Schriftsteller werden.

Ab 1880 schrieb Svevo unter dem Pseudonym Ettore Samigli für die Triester Zeitung L'Indipendente Artikel und Theaterkritiken. In der Folgezeit verfasste er auch vier Theaterstücke, die aber keinen Erfolg hatten.

Nachdem Konkurs des väterlichen Unternehmens, nahm Svevo eine Stelle bei der Banca Union, der Triester Filiale der Wiener Unionbank an. Er schrieb während dieser Zeit schrieb mehrere Novellen und Erzählungen. 1890 veröffentlichte L'Indipendente die längere Erzählung "L'assassinio di via Belpoggio".

1892 ließ er auf eigene Kosten "Una Vita" ("Ein Leben") drucken. Der Roman erschien unter dem Pseudonym Italo Svevo ("der italienische Schwabe" bzw. "der italienische Deutsche"). Der deutsche Schriftsteller Paul Heyse, schrieb ihm daraufhin einen enthusiastischen Brief. Darüber hinaus blieb der Roman, von einer kurzen Rezension im Corriere della Sera abgesehen, ohne ein literarisches Echo.

1896 heiratete Svevo seine Cousine Livia Veneziana, die Tochter eines reichen Triestiner Schifflackherstellers. Im darauf folgenden Jahr wurde die gemeinsame Tochter Letizia geboren.

1898 erschien, erneut auf eigene Kosten, sein zweiter Roman "Senilità". Auch dieses Buch fand keine Beachtung, und dieses Mal äußerte sich auch Paul Heyse enttäuscht. Auf Drängen seiner Schwiegereltern schwor Svevo zu dieser Zeit, das Schreiben aufzugeben und sich ganz auf Familie und Beruf zu konzentrieren.

Nachdem er 1898 in die Leitung der Firma seines Schwiegervaters in Murano eintrat, konnte er seine ungeliebte Anstellung bei der Banca Union kündigen. In den recht profitablen Fabriken Moravia-Veneziani wurde ein Anstrich hergestellt, der das Faulen von Schiffsrümpfen wirksam bremste. Svevo reiste er in diesen Jahren teils privat, teils beruflich nach Frankreich und England, wo seit 1903 eine Niederlassung von Moravia-Veneziani bestand.

Um seine Englischkenntnisse zu verbessern nahm er an der Triester Berlitz-School Sprachunterricht. Hier lernte er 1905 James Joyce kennen, der dort als Sprachlehrer arbeitete. Die beiden Autoren freundeten sich an. James Joyce war von Svevos Romanen begeistert und ermutigte ihn zu weiteren Arbeiten.

Nach dem Ersten Weltkrieg übersetzte Svevo während eines längeren Krankenhausaufenthalts "Die Traumdeutung" von Sigmund Freud ins Italienische und beschäftigte sich auch darüber hinaus mit der Psychoanalyse.

Als Ettore Schmitz betätigte er sich politisch und schrieb für die Neuentstandene Zeitung La Nazione. Ebenfalls zu dieser Zeit begann er wieder, als Italo Svevo zu schreiben und es entstand "La coscienza di Zeno" (doppeldeutig: "Zenos Gewissen" oder "Zenos Bewusstsein"), der Roman wurde 1923, ohne den erhofften literarischen Erfolg, veröffentlicht.

Sein Freund James Joyce, der mittlerweile in Paris lebte, konnte den Übersetzer und Kritiker Valery Larbaud für das Buch begeistern, woraufhin man ihm das Angebot für den Druck einer französische Ausgabe machte. Bis zur Veröffentlichung des Buches erschienen Auszüge aus Werken Svevos in einer Sondernummer der Zeitschrift "Le Navire d'Argent". In Frankreich wurde das Werk dann erfolgreich veröffentlicht und Svevo, bestärkt durch diesen Erfolg, widmete sich nun intensiv der Literatur.

1927 erschien "La coscienza di Zeno" in der französischen Übersetzung von Paul-Henri Michel. Ebenfalls in diesem Jahr wurde sein Einakter "Terzetto Spezzato" in Rom uraufgeführt. Svevo begeisterte sich für die Werke von Franz Kafka und begann unter diesem Einfluss seinen vierten Roman "Il vecchino", der jedoch unvollendet blieb.

Italo Svevo starb am 13. September nahe Treviso an den Folgen eines Autounfalls.


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