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Mary Ward

* 23.01.1585 - † 30.01.1645


Mary Ward wurde am 23. Januar 1585 in Mulwith in Yorkshire geboren, wo sie während der englischen Katholikenverfolgung aufwächst. Sie erlebt, dass Menschen für ihren Glauben Vermögen, Heimat, Ehre, ja sogar ihr Leben aufs Spiel setzen.

Um ihre Sehnsucht, sich ganz Gott zu weihen, verwirklichen zu können, drängt es sie danach, einem kontemplativen Orden beizutreten. Da in England alle Klöster aufgehoben wurden, verlässt sie mit 21 Jahren ihre Heimat und tritt 1606 in ein Klarissenkloster in St. Omer/Flandern ein.

Nach langem inneren Ringen wird ihr klar, daß ihre Berufung eine andere ist und kehrt nach England zurück. Dort versucht sie unter großer Gefahr, Menschen in ihrem Glauben zu stärken. Sie sammelt Gefährtinnen um sich und verlässt erneut ihre Heimat, um einen eigenen Orden zu gründen: Die Mitglieder sollen, nur gebunden an Gott, frei sein für den Dienst am Menschen und für die Nöte der Zeit - ein Programm, das für die damalige Zeit revolutionär war. Grundlage der von Frauen geleiteten Gemeinschaft bilden die Satzungen des hl.Ignatius von Loyola, des Gründers der Gesellschaft Jesu.

Die junge Gemeinschaft widmet sich auf dem Festland (in Lüttich, Köln, Trier, Rom, Neapel, Perugia, München, Pressburg, Prag, Wien) der Bildung und Erziehung von Mädchen, einer dringenden Aufgabe. Über den Unterricht hinaus ist die Stärkung des Glaubens ihr großes Anliegen. Die Zahl der Niederlassungen zeigt, wie sehr das Werk blühte.

Um vom Papst die Bestätigung ihres Instituts zu erhalten, pilgert Maria Ward dreimal nach Rom. Aber mit der Ausbreitung des Instituts wächst auch der Widerstand. Die neue Form des Ordens - Frauen ohne Klausur im apostolischen Dienst - hat viele Feinde. Verleumdungen zwingen Maria Ward, in Rom ihre Gründung mit Freimut zu verteidigen. Aber ihre Bitte wird zu Lebzeiten nicht gewährt. Urban VIII. löst 1631 das Institut auf. Sie selbst wird als Ketzerin neun Wochen inhaftiert. Das römische Inquisitionsgericht endet zwar mit ihrer Rechtfertigung, aber das Werk Maria Wards bleibt aufgehoben. Maria Ward unterwirft sich dem Urteil der Kirche und bleibt dennoch ungebrochen ihren Zielen treu. Nichts kann den Glauben an ihren Auftrag und ihre Treue zur Kirche zerstören.

Am 30. Januar 1645 starb Mary Ward in Hewarth.


Zitate von Mary Ward

Insgesamt finden sich 3 Texte im Archiv.


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